by Gustav Falke (1853 - 1916)

Der ganze Himmel glüht
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG FRE
Der ganze Himmel glüht 
In hellen Morgenrosen;
Mit einem letzten, losen 
Traum noch im Gemüt,
Trinken meine Augen diesen Schein.
Wach und wacher, wie Genesungswein,
Und nun kommt von jenen Rosenhügeln
Glanz des Tags und Wehn von seinen Flügeln,
Kommt er selbst. Und alter Liebe voll,
Daß ich ganz an ihm genesen soll,
Gram der Nacht und was sich sacht verlor,
Ruft er mich an seine Brust empor.
Und die Wälder und die Felder klingen,
Und die Gärten heben an zu singen.
Fern und dumpf rauscht das erwachte Meer.
Segel seh' ich in die Sonnenweiten,
Weiße Segel, frischen Windes, gleiten,
Stille, goldne Wolken obenher.
Und im Blauen, sind es Wanderflüge?
Schweig o Seele! Hast du kein Genüge?
Sieh, ein Königreich hat dir der Tag verliehn.
Auf! und preise ihn!

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Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Elisabeth Siekhaus) , title 1: "Harvest song", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , title 1: "Champ de moisson", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 22
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