by Matthias Jacob Schleiden (1804 - 1881), as Ernst

Du darfst
Language: German (Deutsch) 
Mein holdes Lieb, du kennst noch nicht
Die Macht, die dir gegeben;
Mit einem Lächeln theilst du aus
Verzweiflung und neues Leben.

O! nur ein Wörtchen, dein Schweigen selbst,
Ein Blick zerstreut oder neckend,
Sie dringen wie Dolche in meine Brust,
Den bittersten Schmerz erweckend.

Du dürftest, stolz auf deine Macht,
Du dankst sie meiner Schwäche,
Mich quälen selbst zum bloßen Scherz
Ohn' Furcht, daß ich mich räche.

Du darfst, denn häufest du auf mich
Auch alle Seelenqualen,
Ein Blick, ein Kuß und mein Himmel lacht.
Du darfst -- denn du kannst bezahlen. 

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2010-03-07
Line count: 16
Word count: 92