by Carl Alexander Simon (1805 - 1852), as Carl Alexander

Zweite Nacht
Language: German (Deutsch) 
Was soll mir das bedeuten,
dass du so langsam ziehst
und so von allen Seiten
nach schön Lindoren siehst?
Wohl blickst du her und sie blickt hin
und Seufzer flicht an Seufzer hin.

Hast Wangen nicht wie Rosen
und keine Arme lind,
und ach, dein süß'stes Kosen
ist mitternächt'ger Wind.
Doch blickst du her und sie blickt hin,
geheim und lang' und Lieb' im Sinn.

So will ich Armer stehen
vor ihrem Kämmerlein,
bis ich so bleich zu sehen
wie bleicher Mondesschein.
Dann sieht sie wohl auch nach mir her
und fragt mich, ob der Mond ich wär'.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2021-01-04
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