by Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Kennst du das Bild auf zartem Grunde?
Language: German (Deutsch) 
Kennst du das Bild auf zartem Grunde?
    Es gibt sich selber Licht und Glanz.
Ein andres ist's zu jeder Stunde,
    Und immer ist es frisch und ganz.
Im engsten Raum ist's ausgeführet,
    Der kleinste Rahmen faßt es ein;
Doch alle Größe, die dich rühret,
    Kennst du durch dieses Bild allein.
 
Und kannst du den Krystall mir nennen?
    Ihm gleicht an Werth kein Edelstein;
Er leuchtet, ohne je zu brennen,
    Das ganze Weltall saugt er ein.
Der Himmel selbst ist abgemalet
    In seinem wundervollen Ring,
Und doch ist, was er von sich strahlet,
    Noch schöner, als was er empfing.

About the headline (FAQ)

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2011-04-11
Line count: 16
Word count: 98