by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872)

Was soll die perlende Thräne mir
Language: German (Deutsch) 
Was soll die perlende Thräne mir
In den mählich verdunkelten Blicken?
Wovon erzittert die Seele mir,
Ist's Jammer oder Entzücken?
  Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht,
  Warum aus dem Auge die Thräne mir bricht,
    Kommst du daher gegangen
    Mit Rosen auf den Wangen.

Du blühest so lieblich in Jugendgestalt,
Dir leuchten die Augen die hellen,
Und die Welt ist so falsch und das Leben so kalt,
Das macht die Thräne mir quellen.
  Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht,
  Die Rosen in deinem Angesicht,
    Sie sind mir wie ein Zeichen,
    Als müßten sie erbleichen.

O wandle und blühe in Gottes Hut,
Ich segne dich unter Schmerzen!
Und das Leben ist schön und die Welt ist gut,
Sind wir selbst es im eigenen Herzen.
  Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht,
  Doch seh' ich dein lachendes Angesicht,
    Mir ist, als müßte eben
    Sich alles, alles geben! 

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2011-05-21
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