Frühlingsliebe. Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Hans Huber (1852 - 1921)

Word count: 502

1. Ich will's dir nimmer sagen [sung text not yet checked]

Ich [will's dir]1 nimmer sagen,
Wie ich so lieb dich hab',
Im Herzen will ich's tragen,
Will [stumm]2 sein wie das Grab.

Kein Lied soll dir's gestehen,
Soll flehen um mein Glück,
Du selber sollst es sehen,
Du selbst -- in meinem Blick.

Und kannst du es nicht lesen,
Was dort so zärtlich spricht,
So ist's ein Traum gewesen,
Dem Träumer zürne nicht.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) (Harald Krebs) , copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Gwendolen Gore) , "My secret"

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1 Becker, Dorn, Hoth, Hoppe, Jonas, Lang, Lassen, Lederer, Naret-Koning, Nodnagel, Nordmann, Rehberg, Roeder, Schaefer, C. Schultz, Simon: "will dir's"; Bradsky, Kauffmann: "will Dir"; further changes may exist for composers with red dots beside their setting information.
2 Lang: "still"

Researcher for this text: John Versmoren

2. In der Ferne [sung text not yet checked]

Jetzt wird sie wohl [im]1 Garten gehen,
Der blüht und glüht im [Sonnenlicht]2,
Und in [die]3 Ferne wird sie spähen,
Mich, aber, ach! mich sieht sie nicht.
 
Und [eine]4 Rose wird sie brechen
Mit stummer Wehmut im Gesicht,
Und meinen Namen wird sie sprechen.
Ich aber, ach! ich hör' es nicht!

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "A la llunyania", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 Zemlinsky: "in dem"
2 Zemlinsky: "Sommerlicht"
3 Zemlinsky: "der"
4 Zemlinsky: "die"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Wohl küsst' ich dir vom Rosenmunde [sung text not yet checked]

Wohl küßt' ich dir vom Rosenmunde
Viel süße Küsse sonder Zahl,
Und dachte nicht der bangen Stunde,
Da ich dich küss' zum letzten Mal.

Nun wir den letzten Kuß uns geben,
Ach, dünkt's dich nicht, du Engel mein,
Als wär's der erste Kuß im Leben?
Und dieser soll der letzte sein?!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. In Wasser hast die Rosen du gesetzt [sung text not yet checked]

In Wasser hast die Rose du gesetzt,
Die ich dir gestern Abend hab' gebracht,
Und heut' schon hat die Knospe sich erschlossen.
Ach, meine Liebe hab' ich wohl genetzt
Mit tausend Thränen früh bis Mitternacht.
Und dennoch will mir keine Blüte sprossen.

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5. Was soll die perlende Thräne [sung text not yet checked]

Was soll die perlende Thräne mir
In den mählich verdunkelten Blicken?
Wovon erzittert die Seele mir,
Ist's Jammer oder Entzücken?
  Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht,
  Warum aus dem Auge die Thräne mir bricht,
    Kommst du daher gegangen
    Mit Rosen auf den Wangen.

Du blühest so lieblich in Jugendgestalt,
Dir leuchten die Augen die hellen,
Und die Welt ist so falsch und das Leben so kalt,
Das macht die Thräne mir quellen.
  Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht,
  Die Rosen in deinem Angesicht,
    Sie sind mir wie ein Zeichen,
    Als müßten sie erbleichen.

O wandle und blühe in Gottes Hut,
Ich segne dich unter Schmerzen!
Und das Leben ist schön und die Welt ist gut,
Sind wir selbst es im eigenen Herzen.
  Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht,
  Doch seh' ich dein lachendes Angesicht,
    Mir ist, als müßte eben
    Sich alles, alles geben! 

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6. Wohl hundertausend Thränen [sung text not yet checked]

Wohl hundertausend Thränen
Hab' ich geweint um sie,
Doch Wasser löscht dies Sehnen,
Löscht dieses Glühen nie.

Wohl höhnt mit kalten Blicken
Mein Schatz mich unverwandt,
Doch kann kein Frost ersticken
Des Herzens heißen Brand.

Ach, ist dies Feu'r zu zähmen
Nicht Frost, nicht Wasser gut,
So müßt ihr Erde nehmen;
Schwarze Erde dämpft die Glut.

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7. Sieh da, der erste blühende Baum [sung text not yet checked]

Sieh da, der erste blühende Baum --
Wie sah ich ihn sonst so gerne!
Nun aber ach, sind Frühlingstraum
Und Jugendwonne mir ferne.

Er blüht noch ganz so voll, so weiß,
Wie ich ihn einst gesehen,
Ich aber, ich heiße nun bald ein Greis,
Ich möchte schlafen gehen.

Verwelkt der Blätter stolze Pracht,
Zerflattert die süßen Rosen --
Ich sehne mich nach einer Nacht,
Nach einer endelosen.

Und dennoch faßt mich's, ich weiß nicht wie --
Gesegnet, sprossende Blüte,
Und daß der Himmel dich und die
Sich an dir freuen, behüte!

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Confirmed with Buch der Liebe von Robert Eduard Prutz, Dritte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1874, p. 80.


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