Karntner G'müath
Language: Bavarian (Boarisch) 
Available translation(s): ENG
„Du mei flåchsharet's Diandle, i håb di so gern,
und i kunt' weg'n dein Flåchshår a Spinnraderl wer'n.”
„O du lüagater Bua du, hör auf mit dein Kier'n,
wånn's a so furt redst, so kriagst ma noch Birn!”
„Es is so, es bleibt so, i kånn nix dafür,
und so lång mir Gott 's Leb'n schenkt, g'hört mei Herz nur dir!”

„I bin a årm's Maderl, håb nix åls a Mühl,
a Kålb und zwa Küahlan, und dås is hålt nit viel.”
„Brauch nix, mei liab's Herzle, ka Kuah und ka Mühl,
dei Liab, dås is 's Anz'ge, is åll's, wås i will.”
„Wånn's a so manst, mei Büable, so glabet is schier,
nå, då håst z'erst a Busserl, und dånn g'hör i dir!”

Schon sein dreißig Sum'r vorbei seit der Zeit,
wo der Jåkel von Gmanwirt um's Nannerl håt g'freit.
A Suhn diant dem Kaiser, a Tochter war' Braut,
wånn der Seppel von Brunnwirt sich z' reden hätt' traut.
Und die Liab is doch blieb'n, trutz so vieler Jåhr,
denn a Liab, die von Herz kumt, bleibt ewig wia's wår.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Johann Winkler) , "Carinthian mind", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-07-15
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