Wenn man so sitzt im trüben Muth
Language: German (Deutsch) 
Wenn man so sitzt im trüben Muth 
Und sich kann fassen kaum, 
So denkt man oft:  wie wär's so gut, 
Wär Alles nur ein Traum!  

Ist denn kein Traum die bange Nacht, 
Das schwere Herz?  Vielleicht 
Ist's möglich, daß man doch erwacht 
Und Alles, Alles weicht.  

Blickt man zum Himmel, stehet der 
Umwölkt auch wie in Leid,   
Weht doch ein Wind wohl bald daher,  
Bringt ihm ein blaues Kleid.  

Wind, wehst du weg des Himmels Nacht, 
O weh' auch mir um's Haupt, 
Daß es von Sonnenschein umlacht 
Geträumt zu haben glaubt. 

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Confirmed with Justinus Kerners ausgewählte poetische Werke, erster Band, Stuttgart: J. G. Cotta'sche Buchhandlung, 1878, page 247. Appears in Die lyrischen Gedichte.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Rudolf Thoma (1829 - 1908), "Wär Alles nur ein Traum ", op. 37 (Acht Gesänge für Sopran und Alt mit Begleitung des Pianoforte) no. 4, published 1874 [ vocal duet for soprano and alto with piano ], Leipzig, Siegel  [sung text not yet checked]

Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2020-11-29
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