by Walter Hasenclever (1890 - 1940)

Gedichte
Language: German (Deutsch) 
Wenn der Tod
Die Musik verschlingt:
Werden wir uns erkennen?
Lebst Du
Im Zimmer, wo Männer stehn?
Aus dem Meer steigt die Insel,
Ein Leben, das uns gegolten hat.
Vögel fliegen auf.
Weine nicht!

    *

Mond.
Gazellen rufen;
Die Öde der Täler, bedeckt von Schnee.
Sieh, ich wandle,
Ein Mensch der Liebe.
Ein Herz voll Hoffnung
Hat mich erreicht.

    *

Wo bist du?
Ein Stern fällt.
Dein Gesicht!
Du bist da!

    *

Wenn Du den Becher leerst,
Wo jenseits
Weiße Schwalben trinken:
Vergiß nicht die Träne,
Den Kuß, den Du träumtest,
Am Himmel der Toten.
Du bist geliebt!

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Gary Bachlund) , "Poem", written 2011, copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2011-12-29
Line count: 30
Word count: 98