Die Urstätte
Language: German (Deutsch) 
    Coelo tegitur, qui non habet urnam
    ed sunt ad superos tandundem undique viae.   --  Th. Morus.

Wer nicht so viel sein Eigen nennt
Die Hülle zu begraben,
Den deckt des Himmels Firmament,  -- 
Was braucht er mehr zu haben! 
Ihn drückt kein prahlerischer Stein, 
Sanft schläft er unter Sternenschein
Im großen Erbgewölbe.    

Zu einer lichten Ewigkeit 
Sind alle gleich berufen,
Und zu des Himmels Herrlichkeit
Genau gezählt die Stufen.
Es kommt vor dem gerechten Mann
Dort früher nicht der Schlecht're an 
Auf seines Dünkels Leiter. 

Und wo dich auch die Luft umweht,
Bist du gleich fern vom Lande,
Wo keine Sonne untergeht,
Gleich fern vom Lebensstrande,
Wenn nicht mehr Sonn' und Mond dir scheint,
Und nicht Ein Auge dich beweint,
Die Urstätt hast du funden.

Confirmed with Die Liedertafel, Berlin, [No Publisher], 1818, pages 493 - 494.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2017-09-23
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