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Five German Poems

Word count: 313

Song Cycle by Charles Tomlinson Griffes (1884 - 1920)

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1. Auf dem Teich, dem Regungslosen


Auf dem Teich, dem Regungslosen,
Weilt des Mondes holder Glanz,
Flechtend seine bleichen Rosen
In des Schilfes grünen Kranz.

Hirsche wandeln dort am Hügel,
Blicken [in]1 die Nacht empor;
Manchmal regt sich das Geflügel
Träumerisch im tiefen Rohr.

Weinend muß mein Blick sich senken;
Durch die tiefste Seele geht
Mir ein süßes Deingedenken,
Wie ein stilles Nachtgebet.


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1 Mendelssohn: "durch"

2. Auf geheimem Waldespfade


Auf geheimem Waldespfade
Schleich' ich gern im Abendschein
An das öde Schilfgestade,
Mädchen, und gedenke dein!

Wenn sich dann der Busch verdüstert,
Rauscht das Rohr geheimnisvoll,
Und es klaget und es flüstert,
Daß ich weinen, weinen soll.

Und ich mein', ich höre wehen
Leise deiner Stimme Klang,
Und im Weiher untergehen
Deinen lieblichen Gesang.


2. By a lonely forest pathway


By a lonely forest pathway
I am fain at eve to flee
To the dreary rushy beaches,
Dearest, there to dream of thee!

And I watch the woods grow darker,
Hear the reeds' mysterious sighs,
Hear them whisp'ring and complaining,
Till my tears, my tears arise.

And I fancy 'tis the accents
Of thy voice that round me play,
Till the music of thy singing
On the water dies away.


3. Nacht liegt auf den fremden Wegen


Nacht liegt auf den fremden Wegen,
Krankes Herz und müde Glieder; -
Ach, da fließt, wie stiller Segen,
Süßer Mond, dein Licht hernieder;

Süßer Mond, mit deinen Strahlen
Scheuchest du das nächt'ge Grauen;
Es zerrinnen meine Qualen,
Und die Augen übertauen.


Note: first included in Rheinische Flora, no. 12

3. Night on ways unknown has fallen


Night on ways unknown has fallen
 . . . . . . . . . .

[--- The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. ---]

4. Der träumende See


Der See [ruht]1 tief im [blauem]2 Traum
Von Wasserblumen zugedeckt;
Ihr Vöglein hoch im [Fichtenbaum]3,
Daß ihr mir nicht den Schläfer weckt!

Doch leise weht das Schilf und wiegt 
Das Haupt mit leichtem Sinn;
Ein blauer Falter aber fliegt
Darüber einsam hin.


View original text (without footnotes)
1 H. Bach (as Molbe): "liegt"; further changes may exist not noted.
2 Fibich, Griffes, Hermes, Schumann: "blauen" ; further changes may exist for Hermes not noted above.
3 Fibich: "Eichenbaum"

5. Wohl lag' ich einst in Gram und Schmerz


Wohl lag' ich einst in Gram und Schmerz,
Da weint' ich Nacht und Tag;
Nun wein' ich wieder, weil mein Herz
Sein Glück nicht fassen mag.

Mir ist's, als trüg' ich in der Brust
Das ganze Himmelreich!
O höchstes Leid, o höchste Lust,
Wie seid ihr euch so gleich!


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     - Emily Ezust

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