The LiederNet Archive
WARNING. Not all the material on this website is in the public domain.
It is illegal to copy and distribute our copyright-protected material without permission.
For more information, contact us at the following address:
licenses (AT) lieder (DOT) net

[Zwölf] Lieder für S., A., T. und B.

Word count: 999

by Carl Gottlieb Hering (1766 - 1853)

Show the texts alone (bare mode).

1. Muttersprache [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Muttersprache, Mutterlaut,
Wie so wonnesam, so traut!
Erstes Wort, das mir erschallet,
Süßes, erstes Liebeswort,
Erster Ton, den ich gelallet,
Klingest ewig in mir fort.

Ach, wie trüb ist meinem Sinn,
Wann ich in der Fremde bin,
Wann ich fremde Zungen üben,
Fremde Worte brauchen muß,
Die ich nimmermehr kann lieben,
Die nicht klingen als ein Gruß!

Sprache, schön und wunderbar,
Ach, wie klingest du so klar!
Will noch tiefer mich vertiefen
In den Reichtum, in die Pracht,
Ist mir's doch, als ob mich riefen
Väter aus des Grabes Nacht.

Klinge, klinge fort und fort,
Heldensprache, Liebeswort,
Steig empor aus tiefen Grüften,
Längst verschollnes altes Lied,
Leb' aufs neu in heil'gen Schriften,
Daß dir jedes Herz erglüht.

Überall weht Gottes Hauch,
Heilig ist wohl mancher Brauch;
Aber soll ich beten, danken,
Geb' ich meine Liebe kund,
Meine seligsten Gedanken,
Sprech' ich wie der Mutter Mund!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

2. Abendlied

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

Go to the single-text view


Wie einsam wird und still die Flur
 . . . . . . . . . .

[--- The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. ---]

3. Der Tannenbaum [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the German (Deutsch)

Translation(s): GRE

List of language codes

Authorship


Based on

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


O Tannenbaum, o Tannenbaum, 
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, 
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, 
wie treu sind deine Blätter!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. In die Veilchen gehn [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Kommt hinaus, laßt uns gehn,
Die Veilchen zu sehn! 
Brauchst nicht erst zu schmücken 
Dein nußbraunes Haar;
Winde Kränze darein,
Die der Frühling gebar! 

Sieh dort in dem Schoos 
Des Thals aus dem Moos,
Da blicken die Veilchen 
So lieblich heraus --
Komm, pflück' dir geschwind 
Die schönsten zum Straus! 

Pflück' immer sie ab;
Sinkt doch Alles zu Grab! 
Und ist es nicht besser 
Am Herzen vergehn,
Als verwelkend allein 
Am Grabe zu stehn?


Copied from Liederfibel: Das ganze Kinder- und Familienleben nach seinen verschiedenen Stufen dargestellt in einem vollstimmigen Chore deutscher Dichter, 1841, Verlag der Dannheimer'ischen Buchhandlung, p. 197; attribution: Zarnack's Volkslieder

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Seht die Vöglein an [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Willst du frei und lustig gehn
Durch das Weltgetümmel,
Musst du auf die Vöglein sehn,
Wohnend unterm Himmel;
Jedes hüpft und singt und heckt
Ohne Gram und Sorgen,
Schläft vom grünen Zweig bedeckt
Sicher bis am Morgen.

Jedes nimmt ohn' Argelist,
Was ihm Gott beschieden,
Und mit seinem Fräulein ist
Männlein wohl zufrieden;
Keines sammelt kümmerlich
Vorrat in die Scheunen;
Dennoch nährt und labt es sich
Mit den lieben Kleinen.

Keines bebt im Sonnenstrahl
Vor den fernen Stürmen;
Kommt ein Sturm, so wird's im Tal
Baum und Fels beschirmen.
Täglich bringt es seinen Dank
Gott für jede Gabe,
Flattert einstens mit Gesang
Still und leicht zu Grabe.

Willst du frei und lustig gehn
Durch dies Weltgetümmel,
Musst du auf die Vöglein sehn,
Wohnend unterm Himmel.
Wie die Vöglein haben wir
Unsren Vater droben:
Lass ein treues Weib mit dir
Lieben ihn und loben!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Treues Herz [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Ein getreues [Herze]1 wissen
hat des höchsten Schatzes Preis.
Der ist selig zu begrüßen,
der ein treues Herze weiß.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
denn ich weiß ein treues Herze.

Läuft das Glücke gleich zuzeiten
anders, als man will und meint,
ein getreues Herz hilft streiten
wider alles, was ist feind.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
denn ich weiß ein treues Herze.

Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke,
Geld und Reichtum, das zerstäubt,
Schönheit läßt uns bald zurücke;
ein getreues Herze bleibt.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
denn ich weiß ein treues Herze.

Nichts ist Süßers als zwei Treue,
wenn sie eines worden sein.
Dies ist's, des ich mich erfreue,
und sie gibt ihr Ja auch drein.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
denn ich weiß ein treues Herze.


View original text (without footnotes)
1 Girschner, Mettenheimer: "Herz zu"; further changes may exist not noted above.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

7. Friedensruhe [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Vaterland, 
Ruh' in Gottes Hand.   
Wenn wir deinen Namen nennen,  
Wird das Herz so [hoch]1 entzückt; 
Wenn wir deinen Werth erkennen, 
Führlen wir uns hoch beglückt. 
Schütze Gott 
Dich vor Noth; 
Ruh' in seiner Hand, 
[Theures Vaterland!]2

Fried' und Ruh' 
Wende Gott dir zu.   
Nur auf milden Friedensauen 
[Kann, o Volk!  dein Glück erblühn;]3 
Nur [bei]4 hohem Gottvertrauen  
Krönet Segen dein Bemühn.    
[Fasse Muth, 
Gott ist gut;]5
Ruh' in seiner Hand, 
[Theures Vaterland!]2 

Recht und Pflicht 
Wanken ewig nicht.  
Wo das Recht den Vorsitz führet, 
Ruht auf ihm so fest der Staat;   
Wo die Pflicht den Sinn regieret,   
Folget Segen jeder That.  
Fromm und frei,  
Gott getreu, 
Ruh' in seiner Hand, 
[Theures Vaterland!]2


View original text (without footnotes)

Confirmed with Hermann Krüsi's hinterlassene Gedichte, Heiden: J. R. Büchler, 1845, page 114

1 Heim, Nägeli: "froh"
2 Heim: "Dich schützt Gottes Hand!"
3 Heim: "Kann dein Glück erfreulich blühn"
4 Heim, Nägeli: "in"
5 Heim: "Gott ist gut,/ Fasse Muth"

Submitted by Melanie Trumbull

8. Reiselied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG ENG ENG FRE FRE

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (John H. Campbell) , no title, copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Linda Godry) , "Song of travel", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Durch Feld und Buchenhallen, 
bald singend, bald fröhlich still, 
recht lustig sei vor allen, 
wer's Reisen wählen will. 

Wenn's kaum im Osten glühte, 
die Welt noch still und weit:
da weht recht durchs Gemüte 
die schöne Blütenzeit ! 

Der Lerch' als Morgenbote 
sich in die Lüfte schwingt, 
eine frische Reisenote 
durch Wald und Herz erklingt.

O Lust, vom Berg zu schauen 
weit über Wald und Strom, 
hoch über sich den blauen 
[tiefklaren]1 Himmelsdom ! 

Vom Berge [Vöglein]2 fliegen 
und Wolken so geschwind, 
Gedanken überfliegen 
die Vögel und den Wind. 

Die Wolken ziehn hernieder, 
das Vöglein senkt sich gleich, 
Gedanken gehn und Lieder 
[fort bis ins]3 Himmelreich.


View original text (without footnotes)
1 Hensel: "den klaren"
2 Hensel: "Vögel"
3 Hensel: "bis in das"

Submitted by John H. Campbell

9. Liebesheimath [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


In jedes Haus, wo Liebe wohnt, 
Da scheint hinein auch Sonn und Mond; 
Und ist es noch so ärmlich klein, 
So kommt der Frühling doch hinein.

Der Frühling schmückt das kleinste Haus 
Mit frischem Grün und Blumen aus, 
Legt Freud in Schüssel, Schrank und Schrein, 
Gießt Freud in unsre Gläser ein.

Und wenn im letzten Abendrot 
An unser Häuschen klopft der Tod, 
So reichen wir ihm gern die Hand, 
Er führt uns in ein bessres Land.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

10. Maienblümlein [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT

List of language codes

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Bloempjes van mei", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Maienblümlein so schön, 
mag euch gern blühen sehn, 
draußen im Freien 
im grünen Maien, 
Blümlein in Garten und Wiese, 
keine so schön sind als diese. 
 
Maienblümlein so süss 
sind aller Lieb gewiss, 
draußen im Garten 
von allen Arten, 
Blümlein in Garten und Wiese
keine so lieb sind als diese.

Maienblümlein so jung                                                 
seid noch nicht gross genung, 
müsst euch  bemühen 
wachsen und blühen, 
Blümlein auf duftiger Wiese 
keine so jung sind als diese. 
 
Maienblümlein so still 
ich bald dich pflücken will, 
pflücken für eine, 
die ich wohl meine;  
Mägdlein gehn viel auf der Wiese, 
Einzig gefällt mir nur diese.


Submitted by Lau Kanen [Guest Editor]

11. Frisch gesungen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Vigorously sung", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Hab' oft im Kreise der Lieben
  [In duftigem]1 Grase geruht,
Und mir ein [Liedlein]2 gesungen,
  Und alles war hübsch und gut.

Hab' einsam auch mich gehärmet
  [In bangem, düsterem Muth,
Und habe wieder gesungen,
  Und alles war wieder gut.]3

Und manches, was ich erfahren,
  Verkocht' ich in stiller Wuth,
[Und]4 kam ich wieder zu singen,
  War alles auch wieder gut.

[Sollst nicht uns]5 lange klagen,
  Was alles dir wehe thut,
Nur frisch, nur frisch gesungen!
  Und alles wird wieder gut.


View original text (without footnotes)
1 Bruch: "Im duftigen"
2 Bruch: "Liedchen"
3 Bruch: "Und hatte nicht Sinn und Muth/ Doch kam ich wieder zu singen/War Alles auch wieder gut."
4 Bruch: "Doch"
5 Bruch: "Drum sollst nicht"

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

12. Am Abend

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

Go to the single-text view


Die Sonne schied
 . . . . . . . . . .

[--- The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. ---]

Gentle Reminder
This website began in 1995 as a personal project, and I have been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your gift is greatly appreciated.
     - Emily Ezust

Browse imslp.org (Petrucci Music Library) for Lieder or choral works