by Friedrich von Schiller (1759 - 1805)
Hektors Abschied
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Language: German (Deutsch)
Andromache Will sich Hektor ewig von mir wenden, Wo Achill mit den unnahbar'n Händen Dem Patroklus schrecklich Opfer bringt? Wer wird künftig deinen Kleinen lehren Speere werfen und die Götter ehren, Wenn der finstre Orkus dich verschlingt? Hektor Theures Weib gebiete deinen Thränen, Nach der Feldschlacht ist mein feurig Sehnen, Diese Arme schützen Pergamus. Kämpfend für den heil'gen Herd der Götter Fall ich, und des Vaterlandes Retter Steig' ich nieder zu dem styg'schen Fluß. Andromache Nimmer lausch' ich deiner Waffen Schalle, Müßig liegt dein Eisen in der Halle, Priams großer Heldenstamm verdirbt. Du wirst hingeh'n wo kein Tag mehr scheinet, Der Cocytus durch die Wüsten weinet, Deine Liebe in dem Lethe stirbt. Hektor All mein Sehnen will ich, all mein Denken, In des Lethe stillen Strom versenken, Aber meine Liebe nicht. Horch! der Wilde tobt schon an den Mauern, Gürte mir das Schwerdt um, laß das Trauern, Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht.
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Confirmed with Gedichte von Friederich Schiller, Erster Theil, Leipzig, 1800, bey Siegfried Lebrecht Crusius, pages 301-302.
First published in a different version in "Die Räuber", act 2, scene 2 (see below).
Text Authorship:
- by Friedrich von Schiller (1759 - 1805), "Hektors Abschied", written 1780 [author's text checked 1 time against a primary source]
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