by Wilhelm Müller (1794 - 1827)
Guten Abend, lieber Mondenschein!
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
"Guten Abend, lieber Mondenschein!
Wie blickst mir so traulich ins Herz hinein!
Nun sprich, und laß dich nicht lange fragen,
Du hast mir gewiß einen Gruß zu sagen,
Einen Gruß von meinem Schatz!" --
"Wie sollt' ich bringen den Gruß zu dir?
Du hast ja keinen Schatz bei mir;
Und was mir da unten die Burschen sagen,
Und was mir die Frauen und Mädchen klagen,
Ei, das versteh' ich nicht." --
"Hast Recht, mein lieber Mondenschein,
Du darfst auch Schätzchens Bote nicht sein;
Denn thätst du zu tief ihr ins Auge sehen,
Du könntest ja nimmermehr untergehen,
Schienst ewig nur für sie.“
Dies Liedchen ist ein Abendreih'n,
Ein Wandrer sang's im Vollmondschein;
Und die es lesen bei Kerzenlicht,
Die Leute verstehen das Liedchen nicht,
Und ist doch kinderleicht.
N. Gade sets stanzas 1-3
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Wilhelm Müller, mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Müller, Erster Theil, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1868, page 34
Text Authorship:
- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Abendreihn", appears in Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 1, in Reiselieder, in Wanderlieder eines rheinischen Handwerksburschen, no. 5 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Andrew Schneider [Guest Editor] , Johann Winkler
This text was added to the website: 2007-07-04
Line count: 20
Word count: 138