by Robert Reinick (1805 - 1852)
Nun brechen aller Enden
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Nun brechen aller Enden
Die Blumen aus grünem Plan;
Wo ich mich hin mag wenden,
Da hebt ein Klingen an!
Möcht' dir ein Sträußlein binden,
Möcht' dir ein Lied erfinden.
Wo aber fang' ich an?
Hier blühn Mariensterne,
Dort Primeln licht und bunt;
Bald ruft ein Horn zur Ferne,
Bald rauscht es im kühlen Grund.
Ganz wirr ist mir zu Sinne,
Weiß nicht, was ich beginne;
Mein Herz ist mir verwund't.
Ja, möchtest selbst du kommen,
Da wär's wohl gute Zeit,
All' Leid’ wär' mir benommen
Und lauter Seligkeit:
Die Blumen könnten blühen,
Die Klänge weiter ziehen,
Ist doch die Welt so weit.
Wenn sich zwei Augen gefunden,
Wer schaut die Blumen an?
Wenn sich zwei Mündlein runden,
Was braucht's der Lieder dann?
Wenn einig Herz und Hände:
Welch' Frühling ohne Ende
Hebt da zu blühen an!
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View text with all available footnotesConfirmed with Lieder von Robert Reinick, Maler, Sechste Auflage, Berlin: G. Grothe'sche Verlagsbuchhandlung, 1873, pages 92-93.
Text Authorship:
- by Robert Reinick (1805 - 1852), "Frühling ohn' Ende", appears in Lieder, in Frühling und Liebe, first published 1844 [author's text checked 2 times against a primary source]
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