by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843)
Mutter geht durch ihre Kammern
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Mutter geht durch ihre Kammern Räumt die Schränke ein und aus, Sucht, und weiß nicht was, mit Jammern, Findet nichts, als leeres Haus. Leeres Haus! O Wort der Klage, Dem, der einst ein holdes Kind Drin gegängelt hat am Tage, Drin gewiegt in Nächten lind. Wieder grünen wohl die Buchen, Wieder kommt der Sonne Licht, Aber, Mutter, laß' Dein Suchen, Wieder kommt Dein Liebes nicht. Und wenn Abendlüfte fächeln, Vater heim zum Herde kehrt, Regt sich's fast in ihm, wie Lächeln, Dran doch gleich die Thräne zehrt. Vater weiß, in seinen Zimmern Findet er die Todesruh', Hört nur bleicher Mutter Wimmern, Und kein Kindlein lacht ihm zu.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Neue romantische Unterhaltungs-Bibliothek für die gebildete und elegante Lesewelt. I. Band. Undine, eine Erzählung. Von Friedrich Baron de la Motte Fouqué. Wien 1814. In der F. Haas'schen Buchhandlung, page 97; and with Die Jahreszeiten. Eine Vierteljahresschrift für romantische Dichtungen. Herausgegeben von Friedrich Baron de la Motte Fouqué u.a.m. 1811. Frühlings-Heft. Berlin, bei J. E. Hitzig, pages 108-109.
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843), no title, appears in Undine, first published 1811 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 20
Word count: 108