Habt ihr sie schon geseh'n, Sie, meinen Schaz, Über die Gassen geh'n, Über den Plaz? Trägt sie den Korb am Arm, Ist's eine Lust, Aber ein Herz, wie warm, Trägt ihre Brust. Sittsamlich geht sie fort, Jedermann grüßt, Schaut sich um, red't ein Wort, Wer von ihr wüßt'!1 Aber im Herzen drin, Weiß ich es gut, Daß ich im Sinn ihr bin, Was sie nur thut. Kommt dann die Nacht herein, Dunkel und still, Wie ich im Garten dein Küssen dich will! Die du nicht um dich blikst, Kaum daß du grüß'st, Fest mich dann an dich drükst, Tausendmal [küß'st]2. Schlägt drein die Nachtigall, Reden wir leis', Seh'n uns die Stern' auch all', Niemand es weiß. Küß'st unter'm Sternenzelt Herzlich du mich, Wer ist [dann]3 auf der Welt Sel'ger als ich?
Zwei Volkslieder für Männerchor , opus 11
by Robert Schwalm (1845 - 1912)
Translations available for the entire opus: ENG
1. Habt ihr sie schon gesehen?  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Karl August Friedrich Fetzer (1809 - 1885), as Berthold Staufer, "Verschwiegene Liebe", subtitle: "Volkslied", appears in Gedichte, in Erste Abtheilung
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- ENG English (Sharon Krebs) , subtitle: "Folksong", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Gedichte von Berthold Staufer, Stuttgart: A. Liesching & Comp., 1841, pages 79-81.
Note: this text has some unusual spelling (Schaz instead of Schatz, blikst instead of blickst, etc.) that was common in southwest Germany in the 19th century.
Notes for stanza 5, line 3: at least one Franz score has "wie ich ihm Garten dein". The word "ihm" is a typo and should be "im".
1 Franz, von Goethe addAber der Alles weiß, Sagt es Euch nicht, Steigt ihm auch glühend heiß Blut in's Gesicht2 Franz: "küss't"
3 von Goethe: "denn"
2. Lieber Schatz, sei wieder gut mir  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
In dem Dornbusch Blüht ein Röslein, Ist ein' Lust, es anzusehn! Wollt' es pflücken, Mich zu schmücken, Doch der Dorn läßt's nicht gescheh'n. Sang ein Vöglein In den Lüften, Klang der Sang süß in's Gemüth: ,,Willst du brechen, Laß dich stechen, Ohne Dorn kein Röslein blüht.`` Lieber Schatz, sei Wieder gut mir, Lieber Schatz, leg ab dein'n Zorn: Immer Schmollen, Immer Grollen -- Für ein' Ros' wär's zu viel Dorn.
Text Authorship:
- by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887), "Lieber Schatz, sei wieder gut", appears in Gedichte, in 1. Erstes Buch: Lieder, no. 41
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- ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission