Muß Einer von dem Andern, Ach Gott, ach Gott, wie bald! Wie dir zu Fuß beim Wandern Fällt Blatt um Blatt im Wald. Dran denk' ich wohl ohn' Unterlaß, Und drob wird mir mein Auge naß: Muß Einer von dem Andern, Ach Gott, ach Gott, wie bald! Bald ist ein Herz gebrochen, Das erst noch fröhlich schlug; Ob's noch so frisch mag pochen, Ist's eitel Schein und Trug! Dran denk' ich wohl ohn' Unterlaß, Und drob wird mir mein Auge naß: Bald ist ein Herz gebrochen, Das erst noch fröhlich schlug! Doch Einer zu dem Andern Kommt auch, wer weiß, wie bald, Und bald nach kurzem Wandern Dein Trauerlied verhallt. Drauf hoff' ich wohl ohn' Unterlaß, Und nicht mehr bleibt mein Auge naß: Kommt Einer zu dem Andern, Wer weiß, wer weiß, wie bald !
Zwei Lieder für vierstimmigen Männerchor , opus 26
by (Peter) Nicolai von Wilm (1834 - 1911)
1. Muss Einer von dem Andern  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Muß Einer von dem Andern", appears in Liederbuch, in 5. Vermischte Lieder, no. 329, appears in Kreuz- und Trostlieder, in Zweites Buch, in 2. Auf des Bruders Tod, no. 39, first published 1865
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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 305-306.
Also confirmed with Friedrich Oser, Kreuz- und Trostlieder, Wiesbaden: Julius Niedner, Verlagsbuchhandlung, 1865, pages 127-128.
Note: The poem's title is from the Liederbuch publication. In Kreuz- und Trostlieder the poem is untitled.
2. Mein Liesel  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
So [herzig, wie mein Lisel]1, giebt's halt nichts auf der Welt, vom Köpfle bis zum Füßel ist sie gar wohl bestellt. Die Wänglein weiß und roth; ihr Mund wie Zuckerbrot! So herzig, wie mein Liesel, giebt's halt nichts auf der Welt. Viel weicher, als die Seide, ist ihr kohlschwarzes Haar, und ihre Äuglein beide sind wie die Sternlein klar; sie blinzeln hin und her, sind schwarz, wie Vogelbeer'. So herzig, wie mein Liesel, giebt's halt nichts auf der Welt. Im Dörflein ist kein Mädchen so fleißig wie mein' Braut: im Winter dreht sie's Rädchen, im Frühling pflanzt sie's Kraut; im Sommer macht sie's Heu, tragt Obst im Herbst herbei. So herzig, wie mein Liesel, giebt's halt nichts auf der Welt. Auch schreibt sie, 's ist ein Wunder, jüngst schickt' sie mir 'nen Brief, daß mir die Backen 'runter das helle Wasser lief; liest sie in der Postill, so bin ich mauschen still. So herzig, wie mein Liesel, giebt's halt nichts auf der Welt. Ihr sollt sie tanzen sehen, mein trautes Liselein, sie hüpft und kann sich drehen, als wie ein Wieselein; doch schleift und tanzt sie dir am liebsten nur mit mir. So herzig, wie mein Liesel, giebt's halt nichts auf der Welt. O traute Lisel! länger renn' ich nicht hin und her, es wird mir immer banger, wenn doch die Hochzeit war'! Im ganzen Schwabenland kriegst keine treu're Hand. O tu, mein trautes Lisel, wenn doch die Hochzeit wär'!
Text Authorship:
- by Christian Friedrich Daniel Schubart (1739 - 1791), "Der Bräutigam"
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