Wie bist Du schön, o Mädchen, Du lieblich blühn'des Kind! Ich glaub' nicht, daß im Sommer Die Rosen schöner sind. Bald welkt am Strauch die Rose, Wie man sie pflegen mag; Doch du, Du blühest schöner An jedem neuen Tag. Die Nachtigall singt lieblich Dort in dem Wiesengrund, Doch schön're Töne quellen, Aus deinem holden Mund. Auf Deinen süßen Lippen, Auf Deinen Wangen lacht Von tausend frischen Rosen Die jugendliche Pracht. Ein Netz aus gold'nen Fäden, Es ist Dein blondes Haar! Aus heller Stirne leuchtet Dein blaues Augenpaar. Um Deine Lippen schwebet Froh jugendlich der Scherz; Doch bleibt von all' dem Schönen Das schönste doch Dein Herz.
2 Gedichte, von C. Herlosssohn, für Sopran (oder Tenor) mit Pianoforte , opus 10
by Carl Ludwig Fischer (1816 - 1877)
1. Wie bist du schön
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Karl Herloß (1804 - 1849), as Karl Herloßsohn, "Louise", appears in Buch der Liebe, in Lieder der Liebe
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Michael P Rosewall) , "Louisa", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
2. Warum ich diese Augen liebe
Language: German (Deutsch)
Warum ich diese Augen liebe, so gern in diese Augen seh'? Zwei Seele sind ja diese Augen, zwei Seelen, so voll Lust und Weh'. Die eine Seele sagt: Ich liebe; die and're sagt: Ich liebe nicht. Und dennoch können beide lächeln und haben doch ein himmlisch Licht. Hat eins mich strafend nun getroffen und hüllt sich ernst in Dunkelheit, so lässt das and're wieder hoffen ud gibt mir Mut und Seligkeit. O schmelzet doch, ihr süßen Flammen, in einen einz'gen Seelenstrahl und lasst mich leben oder sterben, denn zwischen Lust und Furcht ist Qual.
Text Authorship:
- by Karl Herloß (1804 - 1849), "Ungewissheit", appears in Scherben
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