Es steht eine Lind' [im tiefen]1Thal,
Darunter [bin so manches Mal,
So manches Mal]2,
Mit meinem Lieb gesessen;
Jetzt steht der Baum so dürr und kahl,
Mein Schatz ist über [Berg und Thal,
Ja Berg und Thal]3,
Der hat mich wohl vergessen!
Und auf dem Berg, da steht ein Haus,
Da ging mein Lieb [wohl ein und aus,
Wohl ein und aus]4,
Und sah ins Thal hernieder;
Jetzt tobet dort der Stürme Graus,
Mein Schatz, der zog [ins Land hinaus,
Ins Land hinaus]5,
Und kehret nimmer wieder!
Und ob dem Haus, da steht ein Stern,
Der sieht mein Lieb [wohl in der Fern,
Wohl in der Fern]6,
Fortwandeln durch die Gassen;
Ich hatte meinen Schatz so gern,
Geklaget sei es [Gott dem Herrn,
Ja Gott dem Herrn]7,
Daß er mich hat verlassen.
2. Es steht eine Lind' im tiefen Tal  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by (Karl) Ludwig Pfau (1821 - 1894), "Volksweise"
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Ludwig Pfau, Gedichte, Vierte, durchgesehene und vermehrte Auflage, Stuttgart: Verlag von Adolf Bonz & Comp., 1889, page 125.
1 Kissling: "in jenem" ; further changes may exist not noted above.2 Renger: "bin ich so manchesmal"
3 Renger: "Berg und Thal"
4 Renger: "wohl ein und aus"
5 Renger: "ins Land hinaus"
6 Renger: "wohl in der Fern"
7 Renger: "Gott dem Herrn"