Ich zog wohl durch die Lande Zur schönen Sommerzeit, Und schaute Gottes Wunder So herrlich weit und breit; Wie's Vöglein mußt' ich singen In meinem hellen Muth: O [Reisen, Reisen, Reisen]1, Wie machst du Alles gut! Auf [Bergeshöhn]2 den Winden Gab hin ich jedes Weh, Ließ es hinuntersinken Tief in den blauen See; Doch sieh, wie bald ein Sehnen Zog in die Brust mit Macht, O Heimath, liebe Heimath, Dein dacht' ich Tag und Nacht! Und ohne Rast und Ruhe Bin heimwärts ich gewallt, Vor meiner trauten Hütte Stund ich in Freuden bald; Und als ich ruhte drinnen, Ein müder Wandrer, aus, Wie ward so wohl, so selig Mir in dem stillen Haus! -- So meinst du wohl zu trinken Des jungen Lebens Lust, Das sei dein einzig Sehnen, O Herz in meiner Brust! Hab' Acht, es kommt die Stunde, 's ist um die Lust gethan, An Gottes Vaterhause Wie gerne klopfst du an!
Sechs Gesänge für eine Singstimme mit Pianoforte , opus 11
by Eugen Karl Petzold (1813 - 1889)
Translations available for the entire opus: ENG
3. Heimkehr  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Heimkehr", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 135
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 119-120.
1 Schäublin: "Wandern, Wandern, Wandern"2 Schäublin: "Bergeshöh' "
6. Abendfeier in Venedig  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Ave Maria! Meer und Himmel ruh'n, Von allen Türmen hallt der [Glocken]1 Ton, Ave Maria! Laßt vom ird'schen Tun, Zur Jungfrau betet, zu der Jungfrau Sohn, Des Himmels Scharen selber knieen nun Mit Lilienstäben vor des Vaters Thron, Und durch die Rosenwolken wehn die Lieder Der sel'gen Geister feierlich hernieder. O heil'ge Andacht, welche jedes Herz Mit leisen Schauern wunderbar durchdringt! O [sel'ger]2 Glaube, der sich himmelwärts Auf des Gebetes weißem Fittig schwingt! In milde Tränen [löst sich da]3 der Schmerz, Indes der Freude Jubel sanfter klingt. [ Ave Maria! Wenn die Glocke tönet, So lächeln Erd' und Himmel mild versöhnet.]4
Text Authorship:
- by Emanuel Geibel (1815 - 1884), "Abendfeier in Venedig", appears in Jugendgedichte, in 2. Zweites Buch, in Berlin
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Sharon Krebs) , "Ave Maria!", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Soir de fête à Venise", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Gianni Franceschi) , "Vespro a Venezia", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Gedichte von Emanuel Geibel, Erste wohlfeile Ausgabe, Nijmegan: Æ. Timmerman, [1846], page 100.
1 Mangold: "Glocke"2 Franz, R. Schumann: "heil'ger"
3 Raff: "löset sich"
4 R. Schumann: "Ave Maria! Erd' und Himmel scheinen/ Bei diesem Laut sich liebend zu vereinen."