Zwei Lieder für Männerchor , opus 148

by Eduard Tauwitz (1812 - 1894)

1. Es stösst ein Knabe wohl in sein Horn [sung text not yet checked]

Es stößt ein Knabe wol in sein Horn,
Sein silbernes Horn, 
Da lugt aus dem Schnee das grüne Korn, 
Da rauschen die Quellen im Thale, 
Zerrissen flattert der Wolkenflor
Und leuchtend tritt aus dem Purpurthor 
Die Sonne mit goldenem Strahle.

Und mächtiger tönet das Wunderhorn, 
Das silberne Horn, 
Da blühen die rothen Röslein am Dorn, 
Da jubeln im Sonnenscheine 
Die lustigen Vögel den ganzen Tag, 
Und spät noch flötet der Nachtigall Schlag 
Im monddurchschimmerten Haine.

Authorship:

Confirmed with Für das Haus. Liedergabe von Julius Sturm, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1862, page 8.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Der Musikant [sung text not yet checked]

Ein [Musikant]1 wollt fröhlich sein,
[Es]2 tät ihm wohl gelingen,
Er saß bei einem guten Wein,
Da wollt er lustig singen,
[Bekannt ist weit und breit der Wein,
Gewachsen hin und her am Rhein,]3
Macht sittlich modulieren,
[Tut]4 manchen oft verführen.

Davon setzt er ein Liedlein klein,
Das tät er wohl betrachten,
Und mischet gute Fugen ein,
Niemand [konnt's]5 ihm verachten.
Er dacht in dem Gemüte sein,
Ei wären tausend Kronen mein
Und alle Jahr ein Fuder Wein,
Das könnten gute Fugen sein.

Authorship:

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)
1 Bruch: "Musicus"
2 Bruch: "Das"
3 Bruch: "Der Wein ist weit und breit bekannt,/ gewachsen im Würtembergschen Land"
4 Bruch: "tät"
5 Bruch: "konnt ihm's"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]