Ich kenn' ein Auge, das so mild, Und glänzend wie ein Sternenbild, Voll Huld auf mich hernieder sieht, Und mich hinauf zum Himmel zieht, Dort prangt ein Stern so hell und rein, Wie jenes Auges Sonnenschein." Du liebes Aug, du lieber Stern, Du bist mir nah und doch so fern. Dies Aug' ist süß und veilchenblau, Drin spiegelt sich der Träne Tau, Und wenn ich dieses Auge seh', Erfüllt mich Lust, erfüllt mich Weh'; Versenken möcht' ich mich hinein Und dieses Auges Apfel sein. Du liebes Aug' du lieber Stern, Du bist mir nah und doch so fern. Doch schließt einmal dies Auge sich, Ddann wird es nie mehr Tag für mich Wenn jener Stern mir nicht mehr lacht, Dann ist es ewig für mich Nacht, Denn diese beiden Sterne hold Sind Mondenglanz und Sonnengold. Du liebes Aug' du lieber Stern, Du bist mir nah und doch so fern.
Vier Lieder , opus 202
by Franz Xaver Chwatal (1808 - 1879)
1. Ich kenn ein Auge, das so mild  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
4. Silbernes Bächlein im tiefen Thal  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Silbernes Bächlein im tiefen Thal, Grüße dich Gott viel tausendmal! Ei, was [soll]1 dein Blitzen mich fragen? Ei, was will dein Rauschen mir sagen? Willst du mich mahnen an sie? Weißt ja, nie [vergeß']2 ich sie, nie! Bächlein, und müßte versiegen dein Quell, Meine Liebe, meine Liebe bleibt frisch doch und hell! Leuchtendes Blümlein am Rande du, Lache mir nur so schelmisch zu! Ei, was will dein Schimmern mich fragen? Ei, was will dein Nicken mir sagen? Willst du mich mahnen an sie, an sie? Weißt ja, nie [vergeß']2 ich sie, nie! Blümlein, wie bald ist dein Schimmer dahin, Aber treu doch, aber treu doch bleibt ewig mein Sinn! Wallender Busch in dem kühlem Grund, Mach' mir mein frohes Herz nicht wund! Ei, was will dein Säuseln mich fragen? Ei, was will dein Grün wohl mir sagen? Willst du mich mahnen an sie, an sie? Weißt ja, nie [vergeß']2 ich sie, nie! Fallen, mein Busch, auch die Blätter dir ab, Meine [Liebe, sie grünt noch wohl über]3 dem Grab!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), title 1: "Silbernes Bächlein", title 2: "Silbernes Bächlein im tiefen Thal!", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 211
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View original text (without footnotes)Confirmed with Die poetische Nationalliteratur der deutsche Schweiz. Dritter Band, Glarus: J. Vogel, 1867, pages 285-286.
Also confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 185-186.
1 Randhartinger: "will"2 Randhartinger: "vergaß"
3 Randhartinger: "Liebe grünt über"