Drei Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte , opus 98

by Algernon Bennet Langton Ashton (1859 - 1937)

1. Hinausblick in den Abend [sung text not yet checked]

Abendhimmel, blau Gebirg'
Dort in sanfter Ferne,
O, wie weit mein träumend Aug'
Über euch so gerne.

Stiller Sehnsucht geist'ger Flug
Hebt mich leis von hinnen;
Zu der holden Jugendzeit
Kehrt bewegt mein Sinnen.

Über jene milde Höh'
Seh' ich's schwindend wandern,
Liebe, Lenz hinüber ziehn,
Und ein Jahr zum andern.

Authorship:

Confirmed with Gedichte von Eduard Dössekel, Zweite, vermehrte und verminderte Auflage, Glarus, Druck und Verlag von J. Vogel, 1872, page 35.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Schöne Tage sind gewesen [sung text not yet checked]

Schöne Tage sind gewesen,
Flüchtig, wie ein Schmetterling,
Da an dir mein ganzes Wesen,
Nur an dir, an dir nur hing.
Da wir noch in stiller Wonne
Unter blühendem Jasmin
Saßen, und die Abendsonne
Sahn zur goldnen Ferne ziehn.

Jene Tage sind vorüber,
Jene Flammen sind verglüht,
Jene Sonne zog hinüber
Zu den Bergen still und müd.
Und nur der Erinnrung Flügel
Tragen sie der Seele zu,
Wie ein Ruf zu Thal und Hügel
Weckt des Wiederhalles Ruh.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "There have been beautiful days", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, page 188


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Der Morgen im Walde [sung text not yet checked]

Ein sanfter Morgenwind durchzieht
Des Forstes grüne Hallen,
Hell wirbelt der Vögel munt'res Lied
Die jungen Birken wallen.

Das Eichhorn schwingt sich von Baum zu Baum,
Das Reh durchschlüpft die Büsche,
Viel hundert Käfer im schattigen Raum
Erfreu'n sich der Morgenfrische.

Und wie ich so schreit im lustigen Wald,
Und alle Bäum erklingen,
Um mich her Alles singet und schallt,
Wie sollt' ich allein nicht singen?

Ich singe mit starkem freudigem Laut
Den, der die Wälder säet,
Der droben die luftige Kuppel gebaut,
Und Wärm' und Kühlung wehet.

Authorship:

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Confirmed with Gedichte von Carl Egon von Ebert. Vollständige Ausgabe in drei Büchern in dritter stark vermehrter Auflage, Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta'scher Verlag, 1845, page 35.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]