Wenn du ein treues, liebes Herz Ins Mark hinein verwundet hast, So schau' nach Mitteln allerwärts, Wie du es heilest ohne Rast! O thu ihm schnell was Gutes an, Viel' liebe Thaten ungezählt, Daß es am Opfer sehen kann, Wie tief dich deine Reue quält! Und übe fort die süße Pflicht, Bis du die ganze Schuld bezahlt, Bis das geliebte Angesicht Die alte Liebe wieder strahlt!
1. Wenn du ein treues liebes Herz  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Ludwig Reiner , "Mahnwort"
Go to the general single-text view
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Heidenröslein. Lieder von Liebeslust und Frühlingsfreud', Gesammelt von Dr. Karl Zettel, Zehnte Auflage, Stuttgart: Druck und Verlag von Greiner & Pfeiffer, [1892?], page 67.
2. Vom Berg ergeht ein Rufen  [sung text not yet checked]
Vom Berg ergeht ein Rufen, Und Antwort schallt im Thal, Da springen von grünen Stufen Die Quellen allzumal. Und Eines [ruft's]1 dem Andern, Das klinget fern und nah: Die rechte Zeit zum Wandern, Die Frühlingszeit ist da! O du holdselig Weben [In]2 Wald und Thal und Höhn! Nun athmet Alles Leben Und findet's gut und schön. Nun mit der Lerche steige, Mein Wandersang, empor Und schmücke dich, und zeige So frisch dich wie zuvor! Durch [all die]3 Frühlingswellen, Durch all die schöne Zeit Nun wandern, wie die Quellen, Will ich [mit]4 Freudigkeit. Wie jene rieselnd schweifen Durch Schlucht und Halden viel, Verirren sich und streifen, Sie kommen doch an's Ziel. Wählst du dir zum Begleiter Den schönen Lebensmut, Wie findest du so heiter Die Welt, wie schön [und]5 gut. Und wagst du kühn zu irren, So drückst du einst mit Lust, Mag auch [der Weg]6 sich wirren, Erfüllung an die Brust.
Text Authorship:
- by Otto Roquette (1824 - 1896), "Vom Berg ergeht ein Rufen", appears in Liederbuch
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 5-6
1 Esser: "ruft"2 Esser: "Im"
3 Esser: "alle"
4 Esser: "in"
5 Esser: "wie"
6 Esser: "die Welt"
3. Abendlied  [sung text not yet checked]
Nun schlafen die Vöglein im Neste, Nun schlummern die Blüthen am Strauch, Und unter dem Himmel die Weste, Horch, horch! sie ruhen nun auch. Nur droben, da wachen die Sterne Und singen ihr ewiges Lied, Das, hallend [aus]1 endloser Ferne, Leis über die Erde noch zieht. Und der da von Anbeginn lenket Das ganze [schimmernde]2 Heer, Auch deiner liebend gedenket, Du giltst ihm ja noch viel mehr. Der segnet die Vöglein und Blüthen, Und leitet der Winde Hauch, Der wird auch dich wohl behüten, So [ruh' im]3 Frieden nun auch!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Abendlied", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 118
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Evening song", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 105-106.
1 Kienzl: "in"2 Kienzl: "schlummernde"
3 Kienzl: "ruhe in"