Geistliche Lieder

Word count: 3100

1. Wach auf, mein Herz, und singe! [sung text checked 1 time]

Wach auf, mein Herz und singe
Dem Schöpfer aller Dinge,
Dem Geber aller Güter,
Dem frommen Menschenhüter.

[ ... ]

9. Sprich Ja zu meinen Taten,
Hilf selbst das Beste raten,
Den Anfang, Mitt und Ende,
Ach Herr, zum besten wende.

[ ... ]

Authorship

Set by by Joachim a Burgk (c1546 - 1610), 1584, published 1907, stanzas 1,9 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)
1 Hiller: "Farr' und"
2 Hiller: "Und weißest"
3 Hiller: "Bess'res"
4 Hiller: "Mit Segen mich beschütte"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler

2. Fröhlich soll mein Herze springen [sung text checked 1 time]

Fröhlich soll mein Herze springen
Dieser Zeit,
Da vor Freud
Alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Choren
Alle Luft
Laute ruft:
Christus ist geboren.

[ ... ]

Authorship

Set by by Johann Crüger (1598 - 1662), 1656, published 1907, stanza 1 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Befiehl du deine Weg [sung text checked 1 time]

Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt:
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann.

[ ... ]

Authorship

Set by by Hans Leo Haßler (1564 - 1612), 1601, published 1907, stanza 1 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bertram Kottmann

4. O Haupt voll Blut und Wunden [sung text checked 1 time]

O Haupt voll Blut und Wunden,
Voll Schmerz und voller Hohn,
O Haupt, zum Spott gebunden
Mit einer Dornenkron',
O Haupt, sonst schön gezieret
Mit höchster Ehr' und Zier,
Jetzt aber höchst [schimpfieret]1:
Gegrüßet sei'st du mir!

Du edles Angesichte,
Davor sonst schrickt und scheut
Das große Weltgewichte,
Wie bist du so bespeit!
Wie bist du so erbleichet!
Wer hat dein Augenlicht,
Dem sonst kein Licht nicht gleichet,
So schändlich zugericht't?

Die Farbe deiner Wangen,
Der roten Lippen Pracht
Ist hin und ganz vergangen;
Des blaßen Todes Macht
Hat alles hingenommen,
Hat alles hingerafft,
Und daher bist du kommen
Von deines Leibes Kraft.

Nun, was du, Herr, erduldet,
Ist alles meine Last;
Ich hab' es selbst verschuldet,
Was du getragen hast.
Schau her, hier steh' ich Armer,
Der Zorn verdienet hat;
Gib mir, o mein Erbarmer,
Den Anblick deiner Gnad'!

Erkenne mich, mein Hüter,
Mein Hirte, nimm mich an!
Von dir, Quell aller Güter,
Ist mir viel Gut's getan.
Dein Mund hat mich gelabet
Mit Milch und süßer Kost;
Dein Geist hat mich begabet
Mit mancher Himmelslust.

Ich will hier bei dir stehen,
Verachte mich doch nicht!
Von dir will ich nicht gehen,
Wenn dir dein Herze bricht;
Wenn dein Haupt wird erblaßen
Im letzten Todesstoß,
Alsdann will ich dich faßen
In meinen Arm und Schoß.

Es dient zu meinen Freuden
Und kommt mir herzlich wohl,
Wenn ich in deinem Leiden,
Mein Heil, mich finden soll.
Ach, möcht' ich, o mein Leben,
An deinem Kreuze hier
Mein Leben von mir geben,
Wie wohl geschähe mir!

Ich danke dir von Herzen,
O Jesu, liebster Freund,
Für deines Todes Schmerzen,
Da du's so gut gemeint.
Ach gib, daß ich mich halte
Zu dir und deiner Treu'
Und, wenn ich nun erkalte,
In dir mein Ende sei!

Wenn ich einmal soll scheiden,
So scheide nicht von mir;
Wenn ich den Tod soll leiden,
So tritt du dann herfür;
Wenn mir am allerbängsten
Wird um das Herze sein,
So reiß mich aus den ßngsten
Kraft deiner Angst und Pein!

Erscheine mir zum Schilde,
Zum Trost in meinem Tod,
Und laß mich sehn dein Bilde
In deiner Kreuzesnot!
Da will ich nach dir blicken,
Da will ich glaubensvoll
Dich fest an mein Herz drücken.
Wer so stribt, der stirbt wohl.

Authorship

Set by by Hans Leo Haßler (1564 - 1612), 1601, published 1907 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Michael P. Rosewall) , "Station 6. Saint Veronica wipes Jesus' face", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Station VI (Sainte Véronique)", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Liszt: "beschimpfet"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld [sung text checked 1 time]

  (Joh. 1, 29 und Jes. 53, 4-7)

[ ... ]

Authorship

Set by by Wolfgang Dachstein (1487 - 1553), published 1907, stanza 1 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

View original text (without footnotes)
1 Dachstein: "träget"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Warum sollt ich mich doch grämen? [sung text checked 1 time]

Warum sollt ich mich doch grämen?
Hab ich doch
Christum noch,
Wer will mir den nehmen?
Wer will mir den Himmel rauben,
Den mir schon
Gottes Sohn
Beigelegt im Glauben?

[ ... ]

Authorship

Set by by Johann Georg Ebeling (1637 - 1676), published 1907, stanza 1 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Wie soll ich dich empfangen [sung text checked 1 time]

 (Matth. 21, 8)

[ ... ]

Authorship

Set by by Hans Leo Haßler (1564 - 1612), 1601, published 1907, stanza 1 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Nun ruhen alle Wälder [sung text checked 1 time]

Nun ruhen alle Wälder,
Vieh, Menschen, Städt und Felder,
Es schläft die ganze Welt;
Ihr aber, meine Sinnen,
Auf auf, ihr sollt beginnen,
Was eurem Schöpfer wohlgefällt.

2. Wo bist du, Sonne, blieben?
Die Nacht hat dich vertrieben,
Die Nacht, des Tages Feind;
Fahr hin! Ein ander Sonne,
Mein Jesus, meine Wonne,
Gar hell in meinem Herzen scheint.

3. Der Tag ist nun vergangen,
Die güldnen Sterne prangen
Am blauen Himmelssaal;
Also werd ich auch stehen,
Wenn mich wird heißen gehen
Mein Gott aus diesem Jammertal.

4. Der Leib eilt nun zur Ruhe,
Legt ab das Kleid und Schuhe,
Das Bild der Sterblichkeit;
Die zieh ich aus. Dagegen
Wird Christus mir anlegen
Den Rock der Ehr und Herrlichkeit.

5. Das Haupt, die Füß und Hände
Sind froh, daß nun zu Ende
Die Arbeit kommen sei;
Herz, freu dich, du sollst werden
Vom Elend dieser Erden
Und von der Sünden Arbeit frei.

6. Nun geht, ihr matten Glieder,
Geht hin und legt euch nieder,
Der Betten ihr begehrt;
Es kommen Stund und Zeiten,
Da man euch wird bereiten
Zur Ruh ein Bettlein in der Erd.

7. Mein Augen stehn verdrossen,
Im Hui sind sie geschlossen,
Wo bleibt denn Leib und Seel?
Nimm sie zu deinen Gnaden,
Sei gut für allem Schaden,
Du Aug und Wächter Israel.

8. Breit aus die Flügel beide,
O Jesu, meine Freude,
Und nimm dein Küchlein1 ein!
Will Satan mich verschlingen,
So laß die Englein singen:
Dies Kind soll unverletzet sein.

9. Auch euch, ihr meine Lieben,
Soll [heinte nicht betrüben
Ein]2 Unfall noch Gefahr.
Gott laß euch selig schlafen,
Stell euch die güldnen Waffen
Ums Bett und seiner Engel Schar.

Authorship

Set by by Heinrich Isaac (1450 - c1517), published 1907 [ voice and piano ], München, Georg D. W. Callwey ; anonymous arranger

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Malcolm Wren) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

See also the footnote to Matthias Claudius's "Abendlied".

1 Küchlein ist eine alte Form von Kücken.
2 Schreiter: "neute nicht betrüben/ kein"

Researcher for this text: Winfried Schreiter