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Acht Lieder mit Begleitung von Streichquartett

by Henri Marteau (1874 - 1934)

1. An Agnes [sung text checked 1 time]

Wo kein Strahl des [Lichtes blinket]1,
Wo kein Thau von Tränen sinket,
In die Stille nieder
Und hinaus in alle Weiten
Nächtlicher Vergessenheiten
Dringen deine Lieder.

Die entflohn und nicht mehr kamen,
Freuden mit verlornen Namen
Kannst du wiederbringen;
Lauschend treten alle Schmerzen
Leiser auf in meinem Herzen,
Hören sie dich singen.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Nicolaus Lenau, Sämmliche Gedichte, herausgegeben von Anastasius Grün, zweiter Band, Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta Verlag, 1855, page 204.

1 Teichmüller: "Lichts hinblinket"; further changes may exist not noted.

Researcher for this text: Harry Joelson

2. Thränentropfen [sung text checked 1 time]

Aus der Wolken fallen leise Tropfen zur Erde 
das nach langem Schlafe wieder grün sie werde
Bis in's Herze tropfen meine Thränen hernieder
Und aus seinen Wunden wachsen leise Lieder.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

3. Als die Liebe kam [sung text checked 1 time]

Mein Herz ahnte sein Leben kaum es schlief 
Bis eines Tags die Liebe kam und rief:
wach auf aus deinem Schlaf und lass mich ein; 
mit mir kommt ja das Glück zu dir hinein.

Da zitterte zum erstenmal mein Herz; 
Es kam mit Liebesherrlichkeit der Schmerz!
Doch lieber ist mir alles Leid als Schlaf, 
Und unvergesslich, dass dein Blick mich traf.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

4. In dem Garten meiner Seele [sung text checked 1 time]

In dem Garten meiner Seele steht ein goldener Baum;
Wehen meine Seufzer leise, klingt es wie tief im Traum 
Durch di blüthenschweren Zweige.

Süβer Frieden liegt darüber, losgelöst von Zeit und Raum.
Quellen rauschen silberglänzend Und von Ferne hört man kaum 
zauberhaft die Stimme einer Geige.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

5. Liebeslied [sung text checked 1 time]

Ich sah um deine weichen Wangen schweben den Frühlingswind; 
Ihn bat ich tausend Küsse dir zu geben, Du holdes Kind.

So vorsichtig und leise sollt er nippen am Rosenmund, 
das du gedächtest meiner eignen Lippen zur selben Stund.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

6. Sonnenlied [sung text checked 1 time]

Siegende Strahlen sandte die Sonne, 
zu wahrer Wonne wollte sie wecken 
Tausend Töne aus traumhafter Tiefe,
Haltlosen Herzen zu holder Hoffnung.
Knospen, die kosend die Königin küsste,
Blüten zu wunderbar brennenden Blumen.
Vögelein fingen an fröhlich zu flattern
Wenn sie so wonnig die Wälder umwehte 
und aus den klingenden Kehlen kamen 
Lenzes selige lachende Lieder, füllten voll feurig 
flammender Freude Liebesverlangendes 
lichtloses Leben.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

7. Träume [sung text checked 1 time]

Wirre Träume die mich so gequälet 
die die Seele halten heiss umfangen 
lasst mich los.

Die liebe Morgensonne hat ja 
längst zu scheinen angefangen. 
Lasst mich los!

Seid endlich doch zufrieden 
Krallet nicht so fest 
Euch in mein Herze
Habt die holde Hoffnung ja besieget 
die mir sonst getreu im tiefsten Schmerze
Lasst mich los!

Bei hellem lichtem Tage Nachtgesindel 
schliesst ihr scheu die Augen, 
die ganz ungewohnt der Gottes Sonne
nur zu grauenvollem dunkel taugen.
Lasst mich los.

Hört ihr das süsse Lachen 
das von nebenan herüber klingt.
Komm mein Liebling das dein sonnig 
Auge all das Grauen dieser Nacht bezwingt.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

8. "Herbst" [sung text checked 1 time]

Gebräuntes Gold hängt an den Bäumen 
Leuchtend wie fürstlich Geschmied 
letzte Sonne schwebt über den Träumen 
lächelnd im Abschiedsleid.

Herbstes Nebel flatternd umkleiden 
der Blumen bunte Glut
Leise sinken sie dann im Scheiden 
dahin wo es wunschlos sich ruht.

Wenn meinem Herzen schwinden sollte 
der Liebestrahlender Pein
Mit all den Blumen ich schlafen wollte 
träumen von Sonnenschein.

Dankbar noch das mir war gegeben 
der süssesten Blume Duft
Deren Licht einen Schein von Leben 
noch wirft in die dunkelste Gruft.

Authorship:

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]
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