Das waren mir selige Tage! Bewimpeltes Schifflein, o trage Noch einmal mein Liebchen und mich! O wieg' uns noch einmal behende Von hinnen bis an der Welt Ende; Zur Wiege begehren wir dich. Wie fuhren und fuhren auf Wellen; Da sprangen im Wasser die hellen, Die silbernen Fische herauf. Wir fuhren und fuhren durch Auen; Da ließen die Blumen sich schauen, Da liefen die Lämmer zu hauf. Wir schwebten in lüsternen Kreisen; Da sangen die Lerchen die Weisen, Da zirpeten Täucher im Rohr. Wir schwebten auf strömenden Flächen; Da rauschten Gemurmel von Bächen, Da säuselten Lüftchen ans Ohr. Wir spielten im treibenden Nachen, Wir gaben uns manches zu lachen, Wir hatten des Spieles nicht Rast. Wir ließen die Hörner erklingen, Und alle begonnen zu singen, Und ich hielt mein Liebchen umfaßt. Das waren mir selige Tage! Mein blondes Mädchen, sage: Sie waren so selig auch mir! Dann such' ich das Schifflein mir wieder! Dann setz' ich dich neben mir nieder, Und fahre durchs Leben mit dir.
Sechs deutsche Lieder
by František Václav Hůrka (1762 - 1805)
Die Schiffahrt See original
Language: German (Deutsch)
Composition:
- Set to music by František Václav Hůrka (1762 - 1805), "Die Schiffahrt", published 1799 [ voice and piano or harpsichord ], from Sechs deutsche Lieder, confirmed with Das Deutsche Vaterland in seinen Liedern, erste Abtheilung: einstimmige Chorlieder, ed. by Friedrich Riegel, Nürnberg: Wilhelm Schmid, 1861, song no. 22, pages 16 - 17; and confirmed with Volksthümliche Lieder der Deutschen im 18. und 19. Jahrhundert, ed. by Franz Magnus Böhme, Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1895, song no. 253, page 197
Text Authorship:
- by Christian Adolf Overbeck (1755 - 1821), "Die Schiffahrt", appears in Fritzchens Lieder, second version
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Note for stanza 2, line 6, word 6: Lachner's score has the typo "Haus" instead of "hauf".
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