Sängerkrieg. Gesänge und Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

by August Ludwig (1865 - 1946)

2. Ausfahrt 

Die Mutter sprach: Bleib' lieber Sohn
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

17. Ein kleines Lied, wie geht's nur an [sung text not yet checked]

  Ein kleines Lied, wie geht's nur an,
Daß man so lieb es haben kann,
Was liegt darin? erzähle!

  Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang
Und eine ganze Seele.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Gary Bachlund) , "A little song", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "A little song", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Marie von Ebner-Eschenbach Gesammelte Schriften , Erster Band, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte, Berlin: Verlag von Gebrüder Paetel, 1893, p. 185.


Research team for this text: Ferdinando Albeggiani , Sharon Krebs [Guest Editor]

18. Der Musikant [sung text not yet checked]

Rumdaradei! Rumdaradei! --
Tanzt! Ich schlage auf die Tasten!
Klappern soll der alte Kasten!
Walzer -- Polka -- Hopser -- Springer!
Dreht Euch, dreht Euch, bunte Dinger!
Während meine Finger scherzen,
Brennt die Hölle mir im Herzen!
   Rumdaradei! Rumdaradei!
Tod und Leben einerlei!

Einst, in meines Vaters Hause,
Bei dem frohen Tanzgebrause
Schwang ich mich beim Kerzenscheine,
Und ein Mädchen war die Meine.
Zwanzig Musikanten bliesen
Einen Tanz wie diesen, diesen --
   Rumdaradei! Rumdaradei!
Tanz und Teufel einerlei!

Und mich riß die Kunst von hinnen,
Nach der Sonne stand mein Sinnen.
Ew'ges Wort aus Dichters Munde,
Bühnenglanz und sel'ge Stunde,
Göttlich Sehnen, heilig Ringen --
Nie Erfolg und nie Gelingen! --
   Rumdaradei, Rumdaradei,
Und die Sonne zog vorbei!

Und ich hab' von fernen Höhen
Meines Vaters Schloß gesehen,
Bin ins grüne Gras gesunken,
Hab' die traute Luft getrunken.
Fort mein Glück und todt mein Sehnen --
All mein Gut im Aug' die Thränen!
   Rumdaradei! Rumdaradei!
Dreht Euch! Dreht Euch! Eins, zwei, drei!

Dreht Euch, daß die Funken stieben! --
Und wo ist mein Lieb geblieben? --
Wo ich lag, vom Gram zerschlagen,
Fuhr vorbei ein Fürstenwagen,
Hielten Zwei sich drin umwunden,
Bis mir Sinn und Geist entschwunden.
   Rumdaradei, Rumdaradei!
Weib und Weib ist einerlei!

Als ich in die Stadt gekommen,
Hat der Wirth mich aufgenommen,
Spiele nun bei jedem Feste
Für die Kinder, für die Gäste
Bis erlahmt die alten Tatzen,
Bis die Saiten schrill zerplatzen --
   Rumdaradei, Rumdaradei --
Tod und Leben einerlei!

Show a transliteration: DIN | ISO 843

Note on Transliterations

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

19. Lustiger Rath [sung text not yet checked]

Vöglein, lieb Vöglein,
Was treibt ihr für Faxen!
Singt, wie eu'r Schnäbelein
G'rade gewachsen,
Immer dasselbe Lied,
Und doch wird's Keiner müd.
Sagt mir in aller Welt,
Wie sich das Ding verhält!

Seht, ich Poetlein, 
Ich muß mich so quälen, 
Verse Tag aus, Tag ein 
Tausendmal zählen; 
Grübl' ich auch noch so sehr, 
Suche stets Neues her: 
Macht es doch wenig Spaß;
Vöglein, wie kommt denn das? 

Dichterlein, Dichterlein, 
Treibe nicht Faxen; 
Ist nur dein Schnäblein 
Zum Singen gewachsen, 
Rührt sich's im Herzen dein, 
Jauchz' in die Welt hinein! 
Grübeln, du armer Wicht, 
Tauget zum Singen nicht.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

21. Käferlied [sung text not yet checked]

Es waren [einmal]1 drei [Käferknaben]2,
Die täten mit Gebrumm brumm brumm
     In Tau ihr Schnäblein tunken,
     Und wurden so betrunken,
     Als wär's ein Faß mit Rum.
 
Da haben sie getroffen an
Eine wunderschöne Blum Blum Blum,
     Da wurden die jungen Käfer
     Alle drei verliebte Schäfer
     Und flogen um sie herum.
 
Die Blume, die sie kommen sah,
War grade auch nicht dumm dumm dumm.
     Sie war von schlauem Sinne
     Und rief die Base Spinne:
     "Spinn' mir ein Netzlein um!"
 
Die Base Spinne kroch heran
Und macht' die Beine krumm krumm krumm;
     Sie spann ein Netz so feine
     Und setzte sich dareine,
     Und saß da mäuschenstumm.
 
Und als die Käfer [kommen]3 an
Mit zärtlichem Gesumm summ summ,
     Sind sie hinein geflogen,
     Und wurden ausgesogen,
     Half ihnen kein Gebrumm.
 
Das Blümlein aber lachend sprach,
Und kümmert' sich nicht drum drum drum:
     So geht's, ihr lieben Käfer,
     So geht's, ihr lieben Schäfer,
     Trotz allem Summ und Brumm!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant du scarabée", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with [Robert Reinick], Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde, München: Verlag Rösl u. Cir, [1919], pages 25-26.

1 Blumner: " 'mal"; further changes may exist not shown above.
2 Reissiger: "Käferlein"
3 Reissiger: "kamen"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor] , Harry Joelson , Johann Winkler
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