Schlage ruhig, liebes Herz, Poche doch nicht mehr; Wonach irrst du immer noch Wandernd hin und her? Ziehen ew'ge Sterne nicht Droben wieder auf, Führen, athmend goldnes Licht, Ihren stillen Lauf? Ist nicht alles zu der Stund' Wie es gestern war, Wie es morgen wiederum Sein wird, fest und klar? Schwebt die dunenweiche Nacht Nicht — vom Abendhauch Schaukelnd leis' getragen — sacht Über Flur und Strauch; Deckt mit mütterlichem Sinn Alle Kinder zu, Streicht mit sanfter stiller Hand Jedes Aug' zur Ruh'. Webt die Well' im Geisterhusch Klimpernd um das Rohr; Vogel blustert leis' im Busch Eh' es schweigt dem Ohr. — Schlage ruhig, liebes Herz, Wolltest du allein, Da im Einklang alles liegt, Friedenstörer sein?
Lieder von Nathusius, op. 9
by Heinrich Triest (1808 - 1885)
1. Schlage ruhig liebes Herz  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Philipp Engelhard von Nathusius (1815 - 1872), "Abendlied"
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Confirmed with the anthology Album deutscher Poesie für Deutschlands Jugend, Plauen, Verlag von August Schröter, 1856, page 185.
Note: in many older editions, the spelling of the capitalized word "über" becomes "Ueber", but this is often due to the printing process and not to rules of orthography; so since the lower-case version is not "ueber", we use "Über".
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2. Bei Tag ist so viel Laufen  [sung text not yet checked]
Bei Tag ist so viel Laufen Und Schreien, Schieben, Raufen Von Menschen, Worten, Sachen, Die so viel Wirrwarr machen, Wie Babels Turm vor Zeit, Daß manche kleine Schmerzen Und manche Lust im Herzen Sich heimlich davor scheut. Doch abends, wenn die Grillen Im warmen Herde schrillen, Und Mäuschen aus den Ecken Die spitzen Köpfchen strecken, Wenn alles still zur Ruh; Dann macht sich auch ganz heimlich, Verstohlen still und träumlich Die Liebe wohl herzu. Die Liebe und die Grillen Die zirpen gern im stillen; Gern hör' ich Grillchen singen Und laß' die Mäuschen springen Nach abendlichem Brauch; Und sollte nicht der Liebe, Wo sie ihr Spielchen triebe, Ein Stündchen gönnen auch?
Text Authorship:
- by Philipp Engelhard von Nathusius (1815 - 1872), "Grillen"
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Confirmed with the anthology Ausgewählte deutsche Dichtungen für Lehrer und Freunde der Litteratur erläutert von Karl L. Leimbach, Erster Band, Leipzig, Frankfurt a. M., 1890, page 187.
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3. Ich weiss nicht was im Herzen
Ich weiss nicht was im Herzen
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4. Seht doch wie viel schöne Bräute
Seht doch wie viel schöne Bräute
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5. Guten Morgen, lieber Morgen
Guten Morgen, lieber Morgen
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