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Songs for Hellas, op. 90

Song Cycle by Konstantia Gourzi (b. 1962)

Publisher: Universal Edition (external link)

1. Die Geister der alten Helden am Tage der Auferstehung  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wir haben tief geschlafen, wir haben schwer geträumt –
O Tag der Auferstehung, wie lang' du hast gesäumt!
Wir haben schwer geträumet von Joch und Kett' und Band;
Da haben unsre Wunden uns bis in's Herz gebrannt.
Wir sahn die Burgen fallen, die Tempel untergehn,
Wir sahen fremde Fahnen auf ihren Trümmern wehn;
Barbarentritt zerstampfte den Rasen unsrer Gruft,
Die Klänge unsrer Sprache verhallten in die Luft;
Und was auf unsren Hügeln beschwur des Jünglings Herz,
Was uns die Jungfrau klagte von ihrem heißen Schmerz,
Wir konnten's nicht verstehen – doch zu vernehmlich drang
Durch unsre Erdendecke der Sklavenketten Klang.
Heil uns! Es ist vorüber. Heil uns! Wir träumten nur:
Der Freiheit Lieder schallen hell über Berg und Flur;
Bekränzt sind unsre Hügel, die Erd' ist federleicht,
Des Schlafes wirrer Nebel vor unsren Blicken weicht;
Die Wunden sind geheilet, die Glieder sind beschwingt –
Auf, Brüder, auf zum Kampfe! Die Schlachttrompete klingt.

Text Authorship:

  • by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Die Geister der alten Helden am Tage der Auferstehung"

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Confirmed with Wilhelm Müller, Gedichte, Berlin, 1906, p.187


Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]

2. Die Pforte  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Hohe Pforte, hohe Pforte! Zu dem Schatten deiner Gnade1
Rufst zurück du die Verirrten von der Freiheit wildem Pfade.
Heil den Griechen! Heil den Christen! Wirf nur einen großen Schatten
Über nackte Trümmerfelder, über blutgetränkte Matten,
Daß wir alle Platz gewinnen in dem schönen Zufluchtsorte,
In dem kühlen Abendschatten deiner Gnade, hohe Pforte!
Unsrer Brüder rothe Häupter, aufgesteckt auf deine Zinnen,
Rufen laut mit dir vereinigt: Eilt, den Schatten zu gewinnen!
Hohe Pforte, hohe Pforte! Rufe nur und schmiede Ketten,
Schicht' empor die Scheiterhaufen, deiner Gnade warme Betten,
Für die Armen, Nackten, Müden, die in deinen Schatten fliehen,
Flehend, in dem Sklavenjoche wieder friedlich hinzuziehen!
Rufe nur – zur Antwort schlagen unsre Waffen wir zusammen,
Lassen unsre Kreuzfahne blitzend durch die Lüfte flammen!2
Gott mit uns! auf unsrer Fahne – Gott mit uns! in unsrem Herzen.
Wir mit Gott in Siegesjubel – wir mit Gott in Todesschmerzen!
Selig, die mit Gott gefallen! Zu der Pforte seiner Gnade
Ruft er heim die müden Streiter von des Lebens wirrem Pfade:[190]
In der Pforte kühlem Schatten ruhn die Herren und die Knechte,
Auf dem Dornenbett der Sünder, und in Blumen der Gerechte.
Brüder, nach der Pforte wollen wir mit festem Blicke schauen,
Ihrem Gnadenworte dürfen bis zum letzten Hauch wir trauen.
Seht die Häupter unsrer Brüder dort mit Martyrkronen glänzen!
Seht, Gregor,3 der Protomartyr, harrt auf uns mit Siegeskränzen!
Zu der Pforte laßt uns muthig mit gezücktem Schwerte wallen –
Selig, die mit Gott gestritten! Selig, die mit Gott gefallen!

Text Authorship:

  • by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Die Pforte"

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Confirmed with Wilhelm Müller, Gedichte, Berlin, 1906, p.190


Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]

3. Lied vor der Schlacht  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wer für die Freiheit kämpft und fällt, deß Ruhm wird blühend stehn,
So lange frei die Winde noch durch freie Lüfte wehn,
So lange frei der Bäume Laub noch rauscht im grünen Wald,
So lang' des Stromes Woge noch frei nach dem Meere wallt,
So lang' des Adlers Fittig frei noch durch die Wolken fleugt,
So lang' ein freier Odem noch aus freiem Herzen steigt.

Wer für die Freiheit kämpft und fällt, deß Ruhm wird blühend stehn,
So lange freie Geister noch durch Erd' und Himmel gehn.
Durch Erd' und Himmel schwebt er noch, der Helden Schattenreihn,
Und rauscht um uns in stiller Nacht, in hellem Sonnenschein,
Im Sturm, der stolze Tannen bricht, und in dem Lüftchen auch,
Das durch das Gras auf Gräbern spielt mit seinem leisen Hauch.
In ferner Enkel Hause noch um alle Wiegen kreist
Auf Hellas heldenreicher Flur der freien Ahnen Geist;
Der haucht in Wunderträumen schon den zarten Säugling an,
Und weiht in seinem ersten Schlaf das Kind zu einem Mann.
Den Jüngling lockt sein Ruf hinaus mit nie gefühlter Lust[209]
Zur Stätte, wo ein Freier fiel, da greift er in die Brust
Dem Zitternden, und Schauer ziehn ihm durch das tiefe Herz:
Er weiß nicht, ob es Wonne sei, ob es der erste Schmerz.
Herab, du heil'ge Geisterschaar, schwell' unsre Fahnen auf,
Beflügle unsrer Herzen Schlag und unsrer Füße Lauf!
Wir ziehen nach der Freiheit aus, die Waffen in der Hand,
Wir ziehen aus auf Kampf und Tod für Gott, für's Vaterland.
Ihr seid mit uns, ihr rauscht um uns, eur Geisterodem zieht
Mit zauberischen Tönen hin durch unser Jubellied.
Ihr seid mit uns, ihr schwebt daher, ihr aus Thermopylä,
Ihr aus dem grünen Marathon, ihr von der blauen See
Am Wolkenfelsen Mykale, am Salaminerstrand,
Ihr all' aus Wald, Feld, Berg und Thal im weiten Griechenland!

Wer für die Freiheit kämpft uns fällt, deß Ruhm wird blühend stehn,
So lange frei die Winde noch durch freie Lüfte wehn,
So lange frei der Bäume Laub noch rauscht im grünen Wald,
So lang' des Stromes Woge noch frei nach dem Meere wallt,
So lang' des Adlers Fittig frei noch durch die Wolken fleugt,
So lang' ein freier Odem noch aus freiem Herzen steigt.

Text Authorship:

  • by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Lied vor der Schlacht"

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Confirmed with Wilhelm Müller, Gedichte, Berlin, 1906, p.209


Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]

4. Alte und neue Tempel  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Laßt die alten Tempel stürzen! Klaget um den Marmor nicht,
Wenn die Hand des blinden Heiden seine schöne Form zerbricht!
Nicht in Steinen, nicht in Asche wohnt der Geist der alten Welt,
In den Herzen der Hellenen steht sein königliches Zelt;
Darin hat er lang' geschlafen, hat an Gestern stets gedacht
Und des Morgens ganz vergessen in dem Traum der langen Nacht.
Und vom Vater zu dem Sohne, und zum Enkel von dem Sohn
Ging aus Brust in Brust der Schläfer und bewahrte seinen Thron.
Mancher hat wohl kaum geahnet, wen er in dem Herzen trug,
Auch als der Herr der Herren sprach das große Wort: Erwacht!
Und von Hellas Bergesgipfeln in der heil'gen Osternacht
Seiner Engel Schaaren bliesen die Posaunen durch das Land,
Da, da hat der alte Schläfer jauchzend sich in uns ermannt,
Ist gefahren durch die Glieder, in das Haupt und in die Hand,
Ja, bis in die Lanzenspitze, ja, bis in des Schwertes Knauf
Zuckt er, wenn des Kriegers Rechte schwingt die freien Waffen auf.
Laßt die alten Tempel stürzen! In uns ist der alte Geist,
Der uns einen neuen Tempel, einen ewigen verheißt,
Einen Tempel des Erhalters, der den Schläfer hat bewacht,
Einen Tempel des Erweckers in der heil'gen Osternacht!

Text Authorship:

  • by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Alte und neue Tempel"

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Confirmed with Wilhelm Müller, Gedichte, Berlin, 1906, p.211


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5. Hellas und die Welt  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Ohne die Freiheit, was wärest du, Hellas?
Ohne dich, Hellas, was wäre die Welt?

Kommt, ihr Völker aller Zonen,
Seht die Brüste,
Die euch säugten
Mit der reinen Milch der Weisheit! –
Sollen Barbaren sie zerfleischen?
Seht die Augen,
Die euch erleuchteten
Mit dem himmlischen Strahle der Schönheit! –
Sollen sie Barbaren blenden?

Seht die Flamme,
Die euch wärmte
Durch und durch im tiefen Busen,
Daß ihr fühltet,
Wer ihr seid,
Was ihr wollt,
Was ihr sollt,
Eurer Menschheit hohen Adel,
Eure Freiheit! –
Sollen Barbaren sie ersticken?[224]
Kommt, ihr Völker aller Zonen,
Kommt und helfet frei sie machen,
Die euch alle frei gemacht!

Ohne die Freiheit, was wärest du, Hellas?
Ohne dich, Hellas, was wäre die Welt?

Text Authorship:

  • by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Hellas und die Welt"

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Confirmed with Wilhelm Müller, Gedichte, Berlin, 1906, p.224


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