Aus tiefer Not schrei' ich zu dir, Herr Gott, erhoer' mein Rufen, Dein gnädig' Ohren kehr zu mir, Und meiner Bitt' sie öffnen! Denn so du willst das sehen an, Was Sünd' und Unrecht ist getan, Wer kann, Herr, vor dir bleiben? Bei dir gilt nichts denn Gnad' und Gunst Die Sünde zu vergeben; Es ist doch unser Tun umsonst, Auch in dem besten Leben. Vor dir Niemand sich rühmen kann, Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnade leben. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn mein Herz soll laßen sich, Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort, Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen, So thu' Israel rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward, Und seines Gott's erharre. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen.
Aus tiefer Not schrei ich
Song Cycle by Felicitas Kukuck (1914 - 2001)
2. Fuge  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- Singable translation by Martin Luther (1483 - 1546), "Aus tiefer Not schrei' ich zu dir"
Based on:
- a text in Latin by Bible or other Sacred Texts , "Psalmus 129 (130)"
Based on:
- a text in Hebrew (עברית) by Bible or other Sacred Texts
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Researcher for this page: Guy Laffaille [Guest Editor]Total word count: 199
