Sechs Lieder für Mezzo-Sopran (oder Bariton) mit Pianoforte

Song Cycle by Joseph Abenheim (1804 - 1891)

Word count: 405

1. Nun wieder beim Weibe daheime [sung text not yet checked]

Nun wieder beim Weibe daheime,
Nun wieder beim Kinde zu Haus,
Und es lachen den Vogel am Leime
Die Vögel und Wanderer aus.
Doch ich schwing' in den Lüften den Hut: 
Daheim nur, daheim ist's gut! 

Gefangen bin ich, gefangen 
Von Netzen und Schlingen umstrickt;
Ich lasse die Flügel hangen
Und fühle mich doch so beglückt.
Im Käfige sing' ich gemuth:
Daheim nur, daheim ist's gut! 

Die Welt ist schön zu bereisen,
Die Erde ist lieblich zu sehn -- 
Ich will sie ja gerne preisen,
Nur muß es zu Hause geschehn;
Wie wohl auch das Wandern thut,
Daheim nur, daheim ist's gut.

Die lieben Gesichter zu schauen,
Ist schön wie Rom und Florenz;
Ein Lächeln der lieben Frauen 
So hold wie italischer Lenz. 
Stets sing' ich mit heiterem Muth: 
Daheim nur, daheim ist's gut.

Nun mögen die Schwalben singen
Vom Lotos und Palmenstrand,
Nun mögen die Lüfte klingen
Vom fernen Wunderland --
Mein Herz bleibt zu Hause und ruht: 
Daheim nur, daheim ist's gut!

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Flieg' auf, flieg' auf, Frau Schwalbe mein [sung text not yet checked]

Flieg' auf, flieg' auf, Frau Schwalbe mein,
Du sollst mein Liebesbote sein;
Flieg' auf, flieg' fort über Berg und Tal
Und grüße und grüß' ihn viel tausendmal!

Und sag' ihm, wie in Not und Pein
Die Tage zählend ich harre sein,
Und wie mein armes Herz so schwer,
Und daß er doch bald wiederkehr!

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Selig still in sich versunken [sung text not yet checked]

Selig still in sich versunken 
Träumt die Liebe ihren Traum;
Weckt sie nicht, wenn wonnetrunken, 
Selig still in sich versunken 
Träumt die Liebe ihren Traum!

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Morgengruss im Winter [sung text not yet checked]

Was weckt mich aus dem Schlummer? 
Welch Stimmchen hört mein Ohr?
Bist du es, kleiner Sperling? 
Trieb's dich so früh empor?

Eisblumen blüh'n am Fenster,
Die Felder deckt der Schnee.
Suchst dir ein kleines Körnlein?
Der Hunger thut gar weh.

Ich ruh' im warmen Bette,
Du fühlst den Winterfrost;
Komm' nur, ich hab' Erbarmen,
Ich reich' dir deine Kost.

Der über Wolken thronet,
Speis't auch die Vögelein;
Du wirst an seiner Tafel 
Wohl nicht sein Stiefkind seyn.

Er wird auch euch versorgen,
Ihr Waislein, arm und zart;
Er führt euch durch das Leben 
Nach treuer Väter Art.

Wie ihm die Vöglein singen,
Dankt ihm auch früh und gern;
Was ihr zum Heil bedürfet,
Empfangt ihr von dem Herrn.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Liebeslied [sung text not yet checked]

O forsche nicht dem Grame nach,
Der dumpf in meiner Seele brütet! 
Leg' deine Hand mir aus das Haupt,
Und jeder Sturm hat ausgewüthet.

Und aus zerrißnen Wolken stralt
Des Mondes Antlitz ruhig nieder;
In meinem Innern ist es Nacht -- 
Doch eine stille Nacht ist wieder.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Ich bin der Winter, ich bin die Nacht [sung text not yet checked]

Ich bin der Winter, ich bin die Nacht
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

See other settings of this text.