6 Lieder für vierstimmigen Männerchor

Song Cycle by Eduard Marxsen (1806 - 1887)

Word count: 356

1. Sonntagsfrühe [sung text not yet checked]

Feierlicher Glockenklang
hallet durch die stillen Felder,
leise rauschen ferne Wälder
einen hehren Lobgesang 

Stille wird's mir im Gemüt,
wenn ich blicke in die Weite,
ob ein Engel mir zur Seite
betend durch die Felder geht? 

Süßes Grauen mich umweht,
füllt mein Aug' mit Andachtstränen;
meiner Seele stilles Sehnen,
löst sich leise im Gebet.

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Researcher for this text: Michael Leinert

2. Trinklied [sung text not yet checked]

Horch! wie es draussen braus't
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Schlummerlied [sung text not yet checked]

Gute Nacht, müde hast du mich gewacht 
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Die Schleichhändler [sung text not yet checked]

Sachte, sachte, daß Euch Niemand sieht,
Wenn Ihr schweigend durch die Wälder zieht;
Schleichet hin durch das Gestrippe
Still vorbei an moos'ger Krippe,
Sachte, sachte, daß Euch Niemand sieht. 

Sachte, sachte, daß Euch Niemand hört,
Sachte, sachte, wie's der Fuchs Euch lehrt; 
Leis verhallen Eure Tritte
Durch des Waldes finst're Mitte,
Sachte, sachte, daß Euch Niemand hört. 

Sachte, sachte, horch des Hahnes Kräh'n,
Sachte, sachte, laßt uns Alle gehn,
Lasset Mann für Mann uns schleichen
Um die Gränze zu erreichen, 
Sachte, sachte, laßt uns Alle gehn.

Munter, munter, töne Lied und Sang,
Hurrah, die Gränze, die Gränze frei und frank;  
Fröhlich tön' die Jubel-Weise  
Nach der mühevollen Reise,
Munter, munter, töne Lied und Sang.

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Confirmed with Wiener Allgemeine Musik-Zeitung, fünfter Jahrgang, Wien: no publisher, 1845. Issue no. 13, Donnerstag den 30 Jänner 1845. Page 49.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

5. Hoffen und Harren [sung text not yet checked]

Mein Schatz hat mich verlassen,
Zog hin zur Wacht am Rhein,
Von frecher Feinde Schaaren
Das deutsche Land zu wahren,
musst' ach!  geschieden sein!

Er kam zur Abschiedsstunde
Im schmucken Waffenrock,
Und thät zum Angedenken
Als Liebespfand mir schenken
Den schönsten Myrthenstock. 

Und sprach:  Den heg' und pflege
Als wie dein höchstes Gut,
So lang' er frisch wird bleiben, 
So lang' er grün wird treiben,
Verbleib' ich wohlgemuth. 

Und kehrt die Zeit des Friedens
Nach blut'gem Waffentanz,
Den Lorbeer will ich binden,
Die Myrthe grün dir winden,
Traut' Lieb', zum Hochzeitstanz.

Drauf thät er von mir scheiden,
Hab' seiner Treu gedacht, 
Die Myrthe unvergossen 
Mit Thräne schier begossen
Bei Tag und stiller Nacht. 

Verwelkt, ach, sind die Myrthen,
Verwelkt, ach, ist mein Glück, 
Mein Schatz hat nicht geschrieben,
Mein Schatz ist ausgeblieben,  
Kehrt nimmermehr zurück. 

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Researcher for this text: Melanie Trumbull

6. Die schweren Zeiten [sung text not yet checked]

Ach, [ach,]1 wie sind die Zeiten schwer,
Man möchte bald vergehen!
Flink Wein daher, flink Wein daher,
das wir sie überstehen!
Flink Wein daher, flink Wein daher,
das wir nicht gar vergehen!
 
Der Wein hat Schultern groß und stark,
Wirft Sorg' und Plag' und allen Quark,
Mit Saus und Braus
Zum Haus hinaus!

Authorship

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1 omitted by Marxsen; further changes may exist not noted.

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani