Drei Lieder

Song Cycle by Edwin Ernst Moritz Geist (1902 - 1942)

Word count: 138

1. Tagesanbruch [sung text checked 1 time]

Wie leise sich der Morgen regt,
gleich einem Lächeln, das sich traumhaft hinbewegt
um halb geschlossner Lider Rund
und einen schlummertrunknen Mund,
der eine ungeduldige Welt
nur hinter leichtem Riegel hält.
Bald wird die rote Pforte klingen,
und was sich innen stößt und zwängt,
sehnsüchtig nach dem goldnen Tage drängt,
mit einem Freudenschrei ins Weite springen.

Authorship

Researcher for this text: Peter Schoene

2. Abbild [sung text checked 1 time]

Seele meines Weibes wie zartes Silber bist du.
Zwei flinke Fittiche weißer Möven
Deine beiden Füße.
Und dir im lieben Blute auf
Steigt ein blauer Hauch
Und sind die Dinge darin
Alle ein Wunder.

Authorship

Researcher for this text: Peter Schoene

3. Durch die Nacht [sung text not yet checked]

Und immer Du, dies dunkle Du,
und durch die Nacht dies hohle Sausen;
die Telegraphendrähte brausen,
ich schreite meiner Heimat zu.

Und Schritt für Schritt dies dunkle Du,
es scheint von Pol zu Pol zu sausen;
und tausend Worte hör ich brausen
und schreite stumm der Heimat zu.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Durant la nuit", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]