Feldeinwärts flog ein Vögelein
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem, [wunderbaren]1 Ton:
[Ade]2, ich fliege nun davon,
Weit! Weit!
[Reis']3 ich noch heut!
Ich [horchte]4 auf den Feldgesang,
Mir ward so wohl und doch so bang,
Mit frohem Schmerz, [mit]5 trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sank die Brust,
[Herz! Herz!]6
[Brichst du vor Wonn' oder Schmerz]7?
[Doch als ich die Blätter]8 fallen sah,
Da [dacht]9 ich: Ach, der Herbst ist [da]10!
Der Sommergast, die Schwalbe zieht
Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
Weit! weit!
Rasch mit der Zeit!
Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
Dicht [hinter]11 drauf das Vögelein,
Es sah mein tränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
Nein! Nein.
[Ist und bleibt]12 Frühlingsschein!
Drei Lieder für vier Männerstimmen
Song Cycle by Ludwig Negele
1. Feldeinwärts flog ein Vögelein  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Johann Ludwig Tieck (1773 - 1853), "Herbstlied"
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission
Note: in Fanny Hensel's score, on the repetition, stanza 3 line 4, word 6 becomes "zieht", which looks erroneous.
1 Samson-Himmelstiern: "wunderbarem"2 Curschmann: "Adieu"
3 Draeseke: "Flieg"
4 Wörle: "hörte"
5 Wörle: "und"
6 Samson-Himmelstiern: "Herz!"
7 Curschmann: "Brichst du vor Lust oder Schmerz"; Preis: "Brichst du vor Wonn'? Brichst du vor Schmerz"
8 Preis: "Und als ich Blätter"; Curschmann, Oberthür, Samson-Himmelstiern, Schnaubelt, Steinkühler, Wörle: "Doch als ich Blätter"
9 Hensel: "sagt'"
10 Draeseke: "nah"
11 Barth, Curschmann, Hensel, Oberthür, Preis, Samson-Himmelstiern, Schnaubelt, Steinkühler, Wörle: "zu mir"
12 Curschmann: "Ist und bleibet"; Preis: "Sie bleibt"; Wörle: "Allzeit bleibt"
Research team for this page: Ferdinando Albeggiani , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler
2. Gebet
Language: German (Deutsch)
Gieb Liebe mir
. . . . . . . . . .
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3. Abendlied des Wanderers  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Wie sich Schatten dehnen Vom Gebirg zum See, Fühlt mein Herz ein Sehnen Und ein süßes Weh. Wie die Möwen fliegen [Fluter]1 uferwärts, Möcht' ich nun mich schmiegen An ein treues Herz. Froh im Morgenschimmer Zieht der Wand'rer aus, Aber abends immer Möcht' er sein zu Haus.
Text Authorship:
- by Friedrich Rückert (1788 - 1866)
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View text without footnotes1 Dresel: "Fluther"
Researcher for this page: Claus-Christian Schuster [Guest Editor]
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