Drei Lieder für vier Männerstimmen

Song Cycle by Ludwig Negele

Word count: 164

1. Feldeinwärts flog ein Vögelein [sung text not yet checked]

Feldeinwärts flog ein Vögelein
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem, wunderbaren Ton:
Ade, ich fliege nun davon,
      Weit! Weit!
  [Reis']1 ich noch heut!

Ich horchte auf den Feldgesang,
Mir ward so wohl und doch so bang,
Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sang die Brust,
      Herz! Herz!
  Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?

Doch als ich die Blätter fallen sah,
Da dacht ich: Ach, der Herbst ist [da]2!
Der Sommergast, die Schwalbe zieht
Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
      Weit! weit!
  Rasch mit der Zeit!

Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
Dicht hinter drauf das Vögelein,
Es sah mit tränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
      Nein! Nein.
  Ist und bleibt Frühlingsschein!

Authorship

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)
1 Draeseke: "Flieg"
2 Draeseke: "nah"

Research team for this text: Ferdinando Albeggiani , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Gebet [sung text not yet checked]

Gieb Liebe mir
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Abendlied des Wanderers [sung text not yet checked]

Wie sich Schatten dehnen
Vom Gebirg zum See,
Fühlt mein Herz ein Sehnen
Und ein süßes Weh.

Wie die Möwen fliegen
[Fluter]1 uferwärts,
Möcht' ich nun mich schmiegen
An ein treues Herz.

Froh im Morgenschimmer
Zieht der Wand'rer aus,
Aber abends immer
Möcht' er sein zu Haus.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

View original text (without footnotes)
1 Dresel: "Fluther"

Researcher for this text: Claus-Christian Schuster