Liebesklänge. Drei Gedichte für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Carl Gramm

Word count: 213

1. Einsam im dunkeln Zimmer [sung text not yet checked]

Einsam im dunkeln Zimmer  
Mit seinem Schmerz allein,
Kehrt nur der Sterne Schimmer
Bei Deinem Liebsten ein. 

Er denkt, daß Du viel Grüße
Den Sternen anvertraut,
Und daß Dein Mund, der süße,
Mit Küßen sie überthaut. 

Er sieht in jedem Sterne  
Dein holdes Angesicht; 
Sie blinken aus der Ferne
Wie Dein's, so hell und licht. 

Und auch wie Dein's, so senket
Sie Frieden in sein Herz; 
Drum will er Dein gedenken,
So schaut er himmelwärts.

Authorship

Confirmed with Gedichte von Friedrich Kampmann, published 1868. Berlin: G. Schweigger'sche Hofbuchhandlung. Pages 27 - 28.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

2. Selten bei der Sonne Schein [sung text not yet checked]

Selten bei der Sonne Schein
Schlägt die Nachtigall;
Aber bricht die Nacht herein,
Tönt ihr süßer Schall. 

Tönet über Berg und Thal
Fernhin durch die Luft,
Koset mit des Mondes Strahl
Mit der Rose Duft. 

Darum, weil du ferne mir,
Meine Sonne du,
Drängt auch mich die Sangbegier
Sonder Rast und Ruh. 

Und es ströt die Lieder Klang
Aus der vollen Brust,
Koset mit der Sehnsucht Drang,
Mit der Hoffnung Lust.  

Authorship

Confirmed with Gedichte von Friedrich Kampmann , published 1868. Berlin: G. Schweigger'sche Hofbuchhandlung. Pages 25 - 26.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

3. Blondhaar, mein Lieb [sung text not yet checked]

Blondhaar, mein Lieb, o wie bist Du so schön,
Wenn um die Schläfe die Locken Dir wehn! 
Hast wohl der Sonne die Strahlen geraubt,
Und sie als Fäden geschlungen um's Haupt!
Blondhaar, mein Lieb! 

Blau-aug', mein Lieb, o wie leuchtet Dein Blick,
Strahlt mir die Farbe des Himmels zurück!  
Schön ist der Himmel, so tief und so klar,
Tiefer und klarer Dein Auge fürwahr!  
Blau-aug', mein Lieb!

Authorship

Confirmed with Gedichte von Friedrich Kampmann, Berlin: G. Schweigger'sche Hofbuchhandlung, 1868, Page 22.


Researcher for this text: Melanie Trumbull