Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Alfred von Gottschall

Word count: 343

1. Gedächtniss 

Huldvoll hat sie mir gelächelt
 . . . . . . . . . .

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2. Jetzt, da ich Dich gefunden 

Jetzt, da ich Dich gefunden
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Am Grabe 

Ich kann es nimmermehr vergessen
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Heimkehr [sung text not yet checked]

Sei mir gegrüsst am Strassenrand,
  Mein alter Markenstein!
Ich fahre in mein Vaterland,
  Mein Vaterland hinein!

Du Land, in dem ich strebt' und stritt,
  Wie bist du grün und schön!
Du Luft, in der ich lebt' und litt,
  Wie duftig ist dein Weh'n!

Du Strom, auf dem mein Segel schwoll,
  Wie leuchtet deine Fluth,
Du Wald, in dem mein Horn erscholl,
  Wie klingt dein Rauschen gut!

Du aber bist noch, [herziger]1 Schatz,
  Wie immer schön und süss,
Und Alles steht [am]2 alten Platz,
  Da wo ich's stehen liess.

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1 Grimm: "herz'ger"
2 Grimm: "auf dem"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Willekumm [sung text not yet checked]

Und [habe]1 ich gestern zu viel getrunken,
So trinke ich heute noch mehr,
Und bin ich gestern in's Bächlein gesunken,
So stürz' ich mich heute in's Meer,
Ihr Tropfen und Wellen, heraus und herein,
Das Wasser sieht grün aus und gülden der Wein,
Ob unter dem Regen, ob unter der Traufe,
Lieb Brüderlein, haltet mich über die Taufe:
  Willekumm heiß' ich.

Hab' ich gestern zu tief in dein Auge gesehn,
Heut guck' ich erst recht mal hinein,
Wenn ich gestern nicht wußte, wie mir geschehn,
Heut weiß ich es: Schatz, ich bin dein!
Und wenn du nun denkst, daß du Nein sagen wirst,
Wenn ich komme und frage, so sag' ich: du irrst,
Du liebst mich ja schrecklich mit Zittern und Beben,
Gesteh' es doch, kannst ja nicht ohne mich leben,
  Willekumm bin ich.

Was soll nun draus werden? ich sollte mich bessern?
Ach! Liebchen, ich bin doch so gut!
Bei niedlichen Mädchen und neidlichen Fässern
Wächst mir wie ein Riese der Muth,
Ich wanke nicht, schwanke nicht, fühl' auch kein' Reu-,
Ich glaube wahrhaftig, ich bleibe dir treu
Und thue vielleicht auch, laß mir nur Muße,
In deinen Armen zerknirscht einmal Buße,
  Willekumm bleib' ich.

Und wenn einmal nichts mehr zu haben ist,
Kein Bissen, kein Kuß und kein Trunk,
Wenn der Todtengräber begraben ist,
So thu' ich den letzten Sprung;
Und kommt dann der Tod um die Ecke herum
Und wackelt und fiedelt Hop-Heidideldum!
So sag' ich: Gevatter, ich komme schon eben,
Aber hübsch war es doch, Gevatter, das Leben!
  Willekumm! sag ich.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 Gottschall: "hab' " ; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Ich steh' auf hohem Berge 

Ich steh' auf hohem Berge
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  • by Anonymous / Unidentified Author