Russian (Русский) translations of Sechs deutsche Lieder, opus 40
by Jakob Rosenhain (1813 - 1894)
Warum sind [denn]1 die Rosen so blaß? O sprich mein Lieb warum? Warum sind denn im grünen Gras Die blauen Veilchen so stumm? Warum singt denn mit so kläglichem Laut, Die Lerche in der Luft? Warum steigt denn aus dem Balsamkraut [Verwelkter Blütenduft]2? Warum scheint denn die Sonn' auf die Au, So kalt und verdrießlich herab? Warum ist denn die Erde so grau, Und öde wie ein Grab? Warum bin ich selbst so krank und so trüb? Mein liebes Liebchen sprich O sprich mein herzallerliebstes Lieb, Warum verließest du mich?
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 23
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View original text (without footnotes)Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 129.
1 Zenger: "doch"2 Lachner: "Hervor ein Leichenduft"
Am fernen Horizonte Erscheint, wie ein Nebelbild, Die Stadt mit ihren Thürmen, In Abenddämmrung gehüllt. Ein feuchter Windzug kräuselt Die graue Wasserbahn; Mit traurigem Tacte rudert Der Schiffer in meinem Kahn. Die Sonne hebt sich noch einmal Leuchtend vom Boden empor, Und zeigt mir jene Stelle, Wo ich das Liebste verlor.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), written 1823-24, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 16, first published 1824
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Confirmed with Buch der Lieder von H. Heine. Hamburg bei Hoffmann und Campe. 1827, page 195; and with Reisebilder von H. Heine. Erster Theil. Hamburg, bey Hoffmann und Campe. 1826, page 21.
First published as number III of Drei und dreißig Gedichte von H. Heine in Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz. Herausgegeben von F. W. Gubitz. Achter Jahrgang. Berlin, 1824. In der Maurerschen Buchhandlung. Freitag den 26. März. 49stes Blatt, page 243.
Ich stand in [dunkeln]1 Träumen Und [starrte]2 ihr Bildniß an, Und das geliebte Antlitz Heimlich zu leben begann. Um ihre Lippen zog sich Ein Lächeln wunderbar, Und wie von Wehmuthsthränen [Erglänzte]3 [ihr]4 Augenpaar. Auch meine Thränen flossen Mir von [den Wangen]5 herab -- Und ach, ich [kann es]6 nicht glauben, Daß ich Dich verloren hab'!
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, written 1823-24, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 23, first published 1826
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View original text (without footnotes)Confirmed with Buch der Lieder von H. Heine. Hamburg bei Hoffmann und Campe. 1827, page 201; and with Reisebilder von H. Heine. Erster Theil. Hamburg, bey Hoffmann und Campe. 1826, page 27.
1 Mendel: "dunklen"2 Beach, Grieg, Schubert: "starrt'"
3 Voss: "Erglänzt"
4 Hinrichs, Lenz: "das"
5 Lenz, Voss: "der Wang'"
6 Grieg, Hinrichs, Lenz, Mendel, Schumann, Voss: "kann's"