French (Français) translations of Gedichte von Goethe: VII, opus 59
by Václav Jan Křtitel Tomášek (1774 - 1850)
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? - Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. - »Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir; Manch' bunte Blumen sind an dem Strand; Meine Mutter hat manch' gülden Gewand.« Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht? - Sey ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; In dürren Blättern säuselt der Wind. - »Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Meine Töchter sollen dich warten schön; Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn, Und wiegen und tanzen und singen dich ein.« Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort Erlkönigs Töchter am düstern Ort? - Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau; Es scheinen die alten Weiden so grau. - »Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.« - Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids gethan! - Dem Vater grauset's, er reitet geschwind, Er hält in Armen das ächzende Kind, Erreicht den Hof mit Mühe und Noth; In seinen Armen das Kind war todt.
Text Authorship:
- by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Erlkönig", written 1782, first published 1782
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First published in 1782 in Goethe's Singspiel "Die Fischerin" in the introductory scene (Dortchen's song).
Qui chevauche si tard dans la nuit et le vent? C'est un père et son enfant; Il serre bien le garçon dans ses bras, Il le tient en sécurité, il lui tient chaud. »Mon fils, pourquoi caches-tu ton visage avec tant de peur? -- Ne vois-tu pas, père, le roi des aulnes? Le roi des aulnes avec sa couronne et sa traîne? -- Mon fils, c'est un banc de brouillard. -- Toi, cher enfant, viens, viens avec moi! Je jouerai avec toi de bien beaux jeux; Sur la grève il y a [maintes fleurs multicolores]1 Ma mère a de nombreuses robes dorées. -- Mon père, mon père, n'entends-tu pas, Ce que le roi des aulnes [tout bas]2 me promet?" -- Sois tranquille, reste calme, mon enfant: Le vent murmure dans les feuilles mortes. -- Bel enfant, veux-tu venir avec moi? Mes filles doivent déjà t'attendre; La nuit mes filles conduisent la ronde Elles te berceront et danseront et chanteront. -- Mon père, mon père, ne vois-tu pas là-bas Les filles du roi des aulnes en ce sombre lieu. -- Mon fils, mon fils, je le vois bien: Ce sont les vieux saules, si gris. -- Je t'aime, ta belle tournure m'attire; Et si tu n'est pas consentant, j'emploierai la force". -- Mon père, mon père, à présent il m'attrape! Le roi des aulnes m'a fait mal!« Cela épouvante le père, il va au grand galop, Il tient en ses bras l'enfant qui gémit, Il arrive dans la cour avec peine et misère: L'enfant dans ses bras était mort.
Text Authorship:
- Translation from German (Deutsch) to French (Français) copyright © 2009 by Pierre Mathé, (re)printed on this website with kind permission. To reprint and distribute this author's work for concert programs, CD booklets, etc., you may ask the copyright-holder(s) directly or ask us; we are authorized to grant permission on their behalf. Please provide the translator's name when contacting us.
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Based on:
- a text in German (Deutsch) by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Erlkönig", written 1782, first published 1782
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View text without footnotes1 Spohr: "beaucoup de fleurs"
2 Spohr: "secrètement"
This text was added to the website: 2009-04-16
Line count: 32
Word count: 250
Es war ein König in Thule Gar treu bis an [das]1 Grab, Dem sterbend seine Buhle Einen goldnen Becher gab. Es ging ihm nichts darüber, Er leert' ihn jeden Schmaus; Die Augen gingen ihm über, So oft er trank daraus. Und als er kam zu sterben, Zählt' er seine Städt' im Reich, [Gönnt']2 alles [seinem]3 Erben, Den Becher nicht zugleich. Er saß beim Königsmahle, Die Ritter um ihn her, [Auf hohem]4 Vätersaale, Dort auf dem Schloß am Meer. Dort stand der alte Zecher, Trank letzte Lebensgluth, Und warf den [heil'gen]5 Becher Hinunter in die Fluth. Er sah ihn stürzen, trinken, Und sinken tief ins Meer. Die Augen täten ihm sinken; Trank nie einen Tropfen mehr.
Text Authorship:
- by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Der König in Thule", written 1774, appears in Faust, in Der Tragödie erster Teil (Part I), Margarete's song, first published 1782
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View text without footnotesConfirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 187-188; and with "Faust. Ein Fragment" in Goethe's Schriften. Siebenter Band, Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1790, pages 94-95. The two versions differ in stanza 5, line 3 word 3 ("heil'gen" in the first cited work, "heiligen" in the second cited work.
Note: the text was first published in a different version in Volks- und andere Lieder, mit Begleitung des Forte piano, In Musik gesetzt von Siegmund Freyherrn von Seckendorff, Dritte Sammlung. Dessau, 1782, pages 6-9; see below.
See also "Het dartele water bruiselt", a poem by Pol de Mont written to be sung to Schumann's song "Der König von Thule".
1 Lenz, Liszt: "sein"2 Zelter: "Lies"
3 Fritze, Lenz, Liszt: "seinen"
3 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "seinen"
4 Zelter: "In hohen"
5 Rheinberger: "heiligen"
Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll, Ein Fischer saß daran, Sah nach dem Angel ruhevoll, Kühl bis ans Herz hinan. Und wie er sitzt und wie er lauscht, Theilt sich die Fluth empor; Aus dem bewegten Wasser rauscht Ein feuchtes Weib hervor. [Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm]1: Was lockst du meine Brut Mit Menschenwitz und Menschenlist [Hinauf in]2 Todesgluth? Ach wüßtest du, wie's Fischlein ist So wohlig auf dem Grund, Du [stiegst]3 herunter wie du bist Und würdest erst gesund. Labt sich die liebe Sonne nicht, Der Mond sich nicht im Meer? Kehrt wellenathmend ihr Gesicht Nicht doppelt schöner her? Lockt dich der tiefe Himmel nicht, Das feuchtverklärte Blau? Lockt dich dein eigen Angesicht Nicht her in ew'gen Thau? Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll, Netzt' ihm den nackten Fuß; Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll Wie bei der Liebsten Gruß. Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm; Da war's um ihn geschehn: Halb zog sie ihn, halb sank er hin, Und ward [nicht]4 mehr gesehn.
Text Authorship:
- by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Der Fischer", written 1778?, first published 1779
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View text without footnotesConfirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 185-186.
Note: the Eberwein score has a likely misprint in stanza 1, line 8, word 4: "empor".
1 Vesque von Püttlingen: "Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm"2 Eberwein: "Herauf zu"
3 Curschmann: "kämst"
4 Mergner: "nie"
L'eau grondait, l'eau s'enflait, Un pêcheur était assis au bord, Tranquille, il regardait sa canne, Imperturbable jusqu'au tréfonds du cœur. Et alors qu'il était assis et surveillait, Les flots s'entre‑ouvrirent : De l'eau agitée émergea Une femme ruisselante. Elle lui chanta, elle lui dit : Pourquoi affrioles‑tu ma couvée Avec humaine ruse et artifice Pour une ardente mort ? Ah, si tu savais combien le petit poisson Est bien au fond de l'eau, Tu y plongerais, comme tu es, Et serais aussitôt guéri. Le soleil chéri ne se rafraîchit‑il pas, Ainsi que la lune, dans la mer ? Leur visage baigné de vagues N'en sort‑il pas deux fois plus beau ? N'es‑tu pas attiré par le ciel profond, Ce bleu liquide et transfiguré ? N'es‑tu pas attiré par ton propre visage Dans la rosée éternelle ? L'eau grondait, l'eau s'enflait, Elle mouilla son pied nu ; Son cœur se gonfla de désir Comme à l'appel de sa bien‑aimée. Elle lui parlait, elle lui chantait ; C'en était fait de lui ; À demi tiré par elle, à demi sombrant, On ne l'a plus jamais vu.
Text Authorship:
- Translation from German (Deutsch) to French (Français) copyright © 2009 by Pierre Mathé, (re)printed on this website with kind permission. To reprint and distribute this author's work for concert programs, CD booklets, etc., you may ask the copyright-holder(s) directly or ask us; we are authorized to grant permission on their behalf. Please provide the translator's name when contacting us.
Contact: licenses@email.lieder.example.net
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Der Fischer", written 1778?, first published 1779
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This text was added to the website: 2009-01-17
Line count: 32
Word count: 175