by Nikolaus Lenau (1802 - 1850)
Der leidige Frieden
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Language: German (Deutsch)
Der leidige Frieden Hat lange gewährt, Wir warten geschieden, Mein gutes Schwert! Derweil ich gekostet Im Keller den Wein, Hingst du verrostet An der Wand allein. Von Sorte zu Sorte Probiert' ich den Wein, Indessen dorrte Das Blut dir ein. Ist endlich entglommen Der heiße Streit, Mein Schwert, und gekommen Ist deine Zeit. Ich gab deiner Klingen Den blanken Schliff, Ich lasse dich singen Den Todespfiff. Im Pulvernebel Die Arbeit rauscht, Wir haben, o Säbel, Die Freuden getauscht. Im brausenden Moste, Mein durstiges Erz, Betrinke dich, koste Von Herz zu Herz. Derweil du gekostet Das rote Blut, Ist mir eingerostet Der Hals vor Glut.
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- by Nikolaus Lenau (1802 - 1850), no title, appears in Gedichte, in 4. Viertes Buch, in Vermischte Gedichte, in Husarenlieder, no. 2 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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