by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831)
Die Schatten
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Language: German (Deutsch)
Freunde, deren Grüfte sich schon bemoosten! Wann der Vollmond über dem Walde dämmert, Schweben eure Schatten empor vom stillen Ufer der Lethe. Seid mir, Unvergeßliche, froh gesegnet! Du vor Allen, welcher im Buch' der Menschheit Mir der Hieroglyphen so viel gedeutet, Redlicher Bonnet! Längst verschlürft im Strudel der Brandung wäre Wohl mein Fahrzeug oder am Riff zerschmettert, Hättet ihr nicht, Genien gleich, im Sturme Schirmend gewaltet. Wiedersehn der Liebenden! wo der Heimath Goldne Sterne leuchten, o du der armen Psyche, die gebunden im Grabthal schmachtet, Heiligste Sehnsucht!
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Confirmed with Gedichte von Matthisson. Fünfte vermehrte Auflage. Zürich, bei Orell, Füssli und Compagnie. 1802, pages 64-65; and with Gedichte von Friedrich von Matthisson. Zweiter Theil. Tübingen, bei Cotta, 1811, page 103.
First published in Musen-Almanach für das Jahr 1799, herausgegeben von Schiller, Tübingen, in der J.G.Cottaischen Buchhandlung, page 143 (only stanza 1-3).
Text Authorship:
- by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831), "Die Schatten", written c1797, first published 1799 [author's text checked 1 time against a primary source]
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