by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
Läuten kaum die Maienglocken
Language: German (Deutsch)
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Läuten kaum die Maienglocken, Leise durch den lauen Wind, Hebt ein Knabe froh erschrocken, Aus dem Grase sich geschwind. Schüttelt in den Blütenflocken, Seine feinen blonden Locken, Schelmisch sinnend wie ein Kind. Und nun wehen Lerchenlieder Und es schlägt die Nachtigall, Rauschend von den Bergen nieder Kommt der kühle Wasserfall. Rings im Walde bunt Gefieder: Frühling, Frühling ist es wieder Und ein Jauchzen überall. Und den Knaben hört man schwirren, Goldne Fäden, zart und lind, Durch die Lüfte künstlich wirren, Und ein süsser Krieg beginnt: Suchen, fliehen, schmachtend irren, Bis sich Alle hold verwirren. O beglücktes Labyrinth!
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View text with all available footnotesConfirmed with Joseph Freiherrn von Eichendorff, Gedichte, Berlin, Verlag von M. Simion, 1841, page 219.
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- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Der Schalk" [author's text checked 1 time against a primary source]
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