Läuten kaum die Maienglocken
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): FRE
Läuten kaum die Maienglocken,
Leise durch den lauen Wind,
Hebt ein Knabe froh erschrocken,
Aus dem Grase sich geschwind.
Schüttelt in den Blütenflocken,
Seine feinen blonden Locken,
Schelmisch sinnend wie ein Kind.

Und nun wehen Lerchenlieder
Und es schlägt die Nachtigall,
Rauschend von den Bergen nieder
Kommt der kühle Wasserfall.
Rings im Walde bunt Gefieder:
Frühling, Frühling ist es wieder
Und ein Jauchzen überall.

Und den Knaben hört man schwirren,
Goldne Fäden, zart und lind,
Durch die Lüfte künstlich wirren,
Und ein süsser Krieg beginnt:
Suchen, fliehen, schmachtend irren,
Bis sich Alle hold verwirren.
O beglücktes Labyrinth!

About the headline (FAQ)

Confirmed with Joseph Freiherrn von Eichendorff, Gedichte, Berlin, Verlag von M. Simion, 1841, page 219.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Set in a modified version by Otto Dorn, Otto Dresel, Ernst Frank, Robert Franz, Carl Adolf Lorenz, Dr., Fanny Mendelssohn-Hensel, August Reuss, J. H. W. Werner, Heinrich Zöllner.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le fripon", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Pierre Mathé [Guest Editor]

Text added to the website: 2015-03-06 00:00:00
Last modified: 2015-03-07 00:11:15
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