by Guido Moritz Görres (1805 - 1852)
Es wogen die Wellen
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Language: German (Deutsch)
Es wogen die Wellen, Es säuselt der Wind, Sie wiegen uns Kinder Im Nachen gelind; Wir gleiten hinunter Die Ufer entlang Und singen dem Frühling Den Morgengesang. Der Himmel ist heiter, Die Fluthen sind hell; Es springen die Lämmer, Es sprudelt der Quell; Wir hören die Vögel Im sonnigen Grün, Wo duftend die Blumen Zu tausenden blüh’n. Wir folgen den Wellen, Mit lachendem Sinn, Die Fröhlichen wissen Am besten wohin; Noch strahlt uns der Morgen Mit rosigem Licht, Wir kennen die Sorgen Des Lebens noch nicht. O Frühling! o Jugend! Wie eilst du vorbei, Gleich singenden Kindern Im blühenden Mai, Wie spielende Lüfte, Wie Wellen im Thal, Wie Blüthe und Düfte Enteilet dein Strahl. Und wachsen die Schatten, Und nahet die Nacht, In ernster, in stiller Erhabener Pracht: Dann fahren wir wieder Dem Vaterhaus zu, Dann schweigen die Lieder Wir kehren zur Ruh’.
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View text with all available footnotesConfirmed with: Guido Görres, Deutsches Hausbuch, I. Band, München: in Commission der literarusch-artistischen Anstalt, [1846], page 85.
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- by Guido Moritz Görres (1805 - 1852), "Die Kinder auf dem Wasser" [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2015-09-24
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