by Friedrich von Schlegel (1772 - 1829)
Die Sterne
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Language: German (Deutsch)
Du staunest, o Mensch, was heilig wir strahlen? O folgtest du nur den himmlischen Winken, Vernähmest du besser, was freundlich wir blinken, Wie wären verschwunden die irdischen Qualen! Dann flösse die Liebe aus ewigen Schalen, Es athmeten alle in reinen Azuren, Das lichtblaue Meer umschwebte die Fluren, Und funkelten Stern' auf den heimischen Thalen. Aus göttlicher Quelle sind alle genommen. Ist jegliches Wesen nicht eines im Chore? Nun sind ja geöffnet die himmlischen Thore, Was soll denn das bange Verzagen noch frommen? O wäret ihr schon zur Tiefe geklommen, So sähet das Haupt ihr von Sternen umflogen Und spielend ums Herz die kindlichen Wogen, Zu denen die Stürme des Lebens nicht kommen.
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Confirmed with Musen-Almanach für das Jahr 1802. Herausgegeben von A. W. Schlegel und L. Tieck. Tübingen, in der Cotta'schen Buchhandlung, 1802, pages 155-156; and with Friedrich Schlegel's sämmtliche Werke. Erster Band. Gedichte. Berlin, bei Julius Eduard Hitzig, 1809, page 32.
Text Authorship:
- by Friedrich von Schlegel (1772 - 1829), "Die Sterne", appears in Abendröte, in Zweiter Teil, no. 9, first published 1802 [author's text checked 1 time against a primary source]
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