by Franz Adolf Friedrich von Schober (1796 - 1882)
Schatzgräbers Begehr
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Language: German (Deutsch)
In tiefster Erde ruht ein alt Gesetz, Dem treibt mich's, rastlos immer nachzuspüren; Und grabend kann ich Andres nicht vollführen, Wohl spannt auch mir die Welt ihr goldnes Netz, Wohl tönt auch mir der Klugheit seicht Geschwätz: »Du wirst die Müh und Zeit umsonst verlieren.« Das soll mich nicht in meiner Arbeit irren, Ich grabe glühend fort, so nun, wie stets. Und soll mich nie des Findens Wonne laben, Soll ich mein Grab mit dieser Hoffnung graben: Es löscht die Flammen doch, die marternd brennen. Drum lasset Ruhe mir in meinem Streben! Ein Grab mag man doch jedem gerne geben, Wollt ihr es mir denn nicht, ihr Lieben, gönnen?
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Confirmed with Gedichte von Franz von Schober. Stuttgart und Tübingen. J. G. Cotta'scher Verlag. 1842, page 161; and with Gedichte von Franz von Schober. Zweite, vermehrte Auflage. Leipzig Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. 1865, page 215.
Note: Schubert received all poems from Schober in handwritten form. A (possibly later) autograph of this sonnet is kept in the Vienna City Library.
Text Authorship:
- by Franz Adolf Friedrich von Schober (1796 - 1882), "Schatzgräbers Begehr" [author's text checked 1 time against a primary source]
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