by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862)
Da liegen sie alle die grauen Höhn
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Language: German (Deutsch)
Da liegen sie alle die grauen Höhn, Die dunkeln Thäler in milder Ruh; Der Schlummer waltet, die Lüfte wehn Keinen Laut der Klage mir zu. Für alle hab' ich gesorgt und gestrebt, Mit Sorgen trank ich den funkelnden Wein; Die Nacht ist gekommen, der Himmel belebt, Meine Seele will ich erfreun. O du goldne Schrift durch den Sternenraum, Zu dir ja schau ich liebend empor; Ihr Wunderklänge, vernommen kaum, Wie besäuselt ihr sehnlich mein Ohr ! Mein Haar ist ergraut, mein Auge getrübt, Die Siegeswaffen hängen im Saal, Habe Recht gesprochen und Recht geübt; Wann darf ich rasten einmal ? O selige Rast, wie verlang' ich dein ! O herrliche Nacht, wie säumst du so lang, Da ich schaue der Sterne lichteren Schein Und höre volleren Klang !
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View text with all available footnotesConfirmed with Uhlands ausgewählte Gedichte, Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1877, pages 8-9. Note: modern spelling would change "Thurme" to "Thurm", "Thäle" to "Täle", etc.
Text Authorship:
- by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Der König auf dem Thurme", appears in Lieder [author's text checked 1 time against a primary source]
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