Mein Schatz, der ist auf die...
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Language: German (Deutsch)
Mein Schatz, der ist auf die Wanderschaft hin, Ich weiß aber nicht, was ich so traurig bin, Vielleicht ist er todt und liegt in guter Ruh, Drum bring ich meine Zeit so traurig zu. Als ich mit meim Schatz in die Kirche wollte gehn, Viel falsche falsche Zungen unter der Thüre stehn, Die eine redt dies, die andere redt das, Das macht mir gar oft die Äuglein naß. Die Disteln und die Dornen, die stechen also sehr, Die falschen, falschen Zungen aber noch viel mehr, Kein Feuer auf Erden auch brennet also heiß Als heimliche Liebe, die niemand nicht weiß. Ach herzlieber Schatz, ich bitte dich noch eins, Du wollest auch bei meinem Begräbnis seyn, Bei meinem Begräbnis bis ins kühle Grab, Dieweil ich dich so treulich geliebet hab. Ach Gott! was hat mein Vater und Mutter gethan, Sie haben mich gezwungen zu einem ehrlichen Mann, Zu einem ehrlichen Mann, den ich nicht geliebt, Das macht mir ja mein Herz so betrübt.
J. Brahms sets stanzas 1-4
C. Weber sets stanzas 1-4 in (at least) one setting - see below for more information
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View text with all available footnotesConfirmed with Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder gesammelt von L. Achim v. Arnim und Clemens Brentano, Zweiter Band, Berlin, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1873, pages 260-261.
Note: modernized German would change "todt" to "tot", "Thüre" to Türe", "seyn" to "sein", "gethan" to "getan".
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , "Heimlicher Liebe Pein", appears in Des Knaben Wunderhorn, first published 1808 [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2004-06-19
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