by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831)
Goldner Schein
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Language: German (Deutsch)
Goldner Schein Deckt den Hain, Mild beleuchtet Zauberschimmer Der umbüschten Waldburg Trümmer. Still und hehr Stralt das Meer; Heimwärts gleiten, sanft wie Schwäne, Fern am Eiland Fischerkähne. Silbersand Blinkt am Strand; Röther schweben hier, dort blässer, Wolkenbilder im Gewässer. Rauschend kränzt Goldbeglänzt Wankend Ried des Vorlands Hügel, Wildumschwärmt vom Seegeflügel. Malerisch Im Gebüsch Winkt, mit Gärtchen, Laub' und Quelle, Die bemooste Klausnerzelle. Pappeln wehn Auf den Höhn, Eichen glühn am Felsenstrome Dichtverschränkt zum Schattendome. Schleierlos Tanzt auf Moos Gnom und Elfe, dort wo Rüstern Am Druidenaltar flüstern. Auf der Fluth Stirbt die Gluth; Schon erblaßt der Abendschimmer An der hohen Waldburg Trümmer. Vollmondschein Deckt den Hain; Geisterlispel wehn im Thale Um versunkne Heldenmale.
F. Schubert sets stanza 1
F. Hensel sets stanzas 1-2, 3-4, 8-9
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View text with all available footnotesConfirmed with Friedrich Matthisson's auserlesene Gedichte, herausgegeben von Joh. Heinr. Füssli, Zürich, bey Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, 1791, pages 91-92; and with Gedichte von Friedrich von Matthisson. Erster Theil. Tübingen, bei Cotta, 1811, pages 191-193.
Note: stanzas 6 and 7 were omitted in the Zürich editions 1792-1815; they were replaced in the Tübingen 1811 and the Zürich 1821/25 editions by the following:
Pappeln wehn Auf den Höhn, Eichen glühn, zum Schattendome Dicht verschränkt, am Felsenstrome. Nebelgrau Webt im Thau Elfenreigen, dort wo Rüstern Am Druidenaltar flüstern.
Text Authorship:
- by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831), "Abendlandschaft", written 1789-90, appears in In der Fremde (Schweiz und Frankreich) (1787-1794), first published 1791 [author's text checked 2 times against a primary source]
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This text was added to the website: 2004-10-10
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